Das Hamburger Kriegerdenkmal wurde beschmiert; auf Twitter freut sich die "Antikoloniale Attacke" darüber Fotos: picture alliance / imageBROKER | Helmut Meyer zur Capellen / Twitter-Screenshot / JF-Montage
Das Hamburger Kriegerdenkmal wurde beschmiert; auf Twitter freut sich die „Antikoloniale Attacke“ darüber Fotos: picture alliance / imageBROKER | Helmut Meyer zur Capellen / Twitter-Screenshot / JF-Montage

„Deutschland muß sterben“
 

Linksextreme beschmieren Hamburger Kriegerdenkmal

HAMBURG. Mutmaßlich linksextreme Täter haben am Wochenende das Kriegerdenkmal am Hamburger Dammtorbahnhof beschmiert. Sie übermalten Teile der Inschrift „Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen“. Nun ist nur noch zu lesen „Deutschland muß sterben“. Fotos auf Twitter zeigen, daß zudem Parolen angebracht wurden wie „Free Afrika“ und „No Nazis, No Cops“.

Wie die taz berichtete, kam es zu den Sachbeschädigungen während in der Hansestadt die „Antikoloniale Attacke“, ein Bündnis aus Migranten, gegen den Import von Erdgas und ein geplantes Flüssigerdgas-Terminal in Schleswig-Holstein demonstrierte. Auf Twitter lobte die Gruppierung den Farbanschlag auf das Gefallenendenkmal. „Wir begrüßen diese Korrektur! Deutschland muß sterben, damit wir und unsere Geschwister leben können!“

Während einer Demonstration für Klimagerechtigkeit und gegen Kolonialismus am Samstag morgen rief eine Rednerin zu Attacken auf „sämtliche neokoloniale Infrastruktur und das koloniale Erbe“ auf. Die Farbigen in Deutschland würden nicht länger um „Integration oder Teilhabe betteln, wir werden dieses faschistische System angreifen“.

Hamburger SPD und Grüne wollen Kriegerdenkmal umgestalten

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft, Alexander Wolf, verurteilte den Farbanschlag. „Die linksextreme Attacke ist ein Angriff auf unsere Geschichte, dazu gehört auch das würdige Gedenken an die Gefallenen. Zu der kruden Links-Ideologie kommt noch eine inakzeptable Sachbeschädigung, die hoffentlich geahndet wird.“

Das Kriegerdenkmal am Dammtor war 1936 eingeweiht worden. Es erinnert an die Gefallenen des Infanterie-Regiments „Hamburg“ Nr. 76 (2. Hanseatisches). Es war während des gesamten Ersten Weltkrieges an der Westfront im Einsatz.

Im April hatten SPD und Grüne in einem Antrag in der Bürgerschaft gefordert, ein Kriegerdenkmal im Hamburger Stadtteil Bramfeld umzugestalten. Dieser „toxische Ort“ solle auf diese Weise seiner Wirkung beraubt werden, hatte die SPD-Abgeordnete Regina Jäck damals den Vorstoß begründet. (ag)

Das Hamburger Kriegerdenkmal wurde beschmiert; auf Twitter freut sich die „Antikoloniale Attacke“ darüber Fotos: picture alliance / imageBROKER | Helmut Meyer zur Capellen / Twitter-Screenshot / JF-Montage
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