Polizisten stehen am Eingang eines Hauses in der Rigaer Straße Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa
Polizisten stehen am Eingang eines Hauses in der Rigaer Straße Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa
Linksextremismus in Berlin

Polizei durchsucht besetztes Haus in der Rigaer Straße

BERLIN. Die Berliner Polizei ist am Donnerstag morgen mit einer Einsatzhundertschaft gegen den linksextremen Szenetreffpunkt in der Rigaer Straße 94 vorgegangen. Wie die Polizei mitteilte, seien einzelne Wohnungen in dem Haus durchsucht worden. Ein Sprecher teilte laut B.Z. vor Ort mit, es gehe um eine Körperverletzung gegen einen Polizisten mit einem Laserpointer und um eine Urkundenfälschung mit politischem Inhalt.

Während der Razzia wurden die Beamten laut dpa unter anderem mit Eiern beworfen und Feuerwerkskörper gezündet. In einem Tweet spielte die Polizei auf diese Reaktionen an, indem sie schrieb, sie erwarte kein Verständnis oder Akzeptanz für ihre Maßnahmen.

An dem Einsatz seien rund 200 Polizisten beteiligt gewesen, darunter auch eine Technische Einheit, die unter anderem beim Eindringen in Häuser und Wohnungen helfen soll. „Die heutigen Durchsuchungsmaßnahmen sind ein wichtiges Signal des Rechtsstaates. Auch die Rigaer Straße 94 darf kein Symbol zur Legitimation von Gewalt oder ein rechtsfreier Raum sein“, teilte der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin, Benjamin Jendro, mit. „Wer Menschen mit einem Laserpointer blendet, nimmt schwerste Verletzungen in Kauf und begeht eine schwere Straftat. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden.“

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Immer wieder kommt es in der Straße im Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg zu Angriffen auf Polizisten. Ende April hatten mehrere Täter dort Polizisten mit Farbbeuteln beworfen und einen Beamten leicht am Auge verletzt. (ls)

Polizisten stehen am Eingang eines Hauses in der Rigaer Straße Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa

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