Einer der Angeklagten wird in den Saal des Freiburger Landgerichtes geführt (Archivbild) Foto: picture alliance/Patrick Seeger/dpa
Einer der Angeklagten wird in den Saal des Freiburger Landgerichtes geführt (Archivbild) Foto: picture alliance/Patrick Seeger/dpa
Urteil gesprochen

Gericht verhängt Haftstrafen gegen Freiburger Gruppenvergewaltiger

FREIBURG. Im Fall der Freiburger Gruppenvergewaltigung hat das Landgericht acht der elf Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Hauptangeklagte Majid H. muß für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis, berichtet die Badische Zeitung.

Die Richter sahen es als erwiesen an, daß sich die zumeist syrischen Angeklagten im Oktober 2018 an einer damals 18jährigen vor einer Freiburger Diskothek vergangen hatten. Die junge Frau hatte zuvor in der Disko gefeiert, wo ihr einer der Täter ein Getränk gab, das vermutlich Drogen enthielt. Nachdem sie es getrunken hatte, vergewaltigte der Täter sie draußen in einem nahe gelegenen Gebüsch. Anschließend vergingen sich mindestens sieben weitere Männer an dem inzwischen wehrlosen Opfer. Laut Ermittlungen könnten bis zu 15 Täter die Studentin vergewaltigt haben.

Drei Verdächtige wurden aus Untersuchungshaft entlassen

Das Gericht folgte mit dem Strafen dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die übrigen Haftstrafen in dem Verfahren wegen Vergewaltigung, Drogenhandel oder unterlassener Hilfeleistung reichen von Jugendstrafen von sechs Monaten auf Bewährung bis zu vier Jahren und drei Monaten. Drei Angeklagte waren während des Prozesses aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Der Fall hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Da die meisten Täter Flüchtlinge sind, war in dem Zusammenhang die Asylpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert worden. (ag)

Einer der Angeklagten wird in den Saal des Freiburger Landgerichtes geführt (Archivbild) Foto: picture alliance/Patrick Seeger/dpa

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