Koalitionsmöglichkeiten

Göring-Eckardt offen für Rot-Rot-Grün

BERLIN. Die Grünen haben sich offen für ein Bündnis mit der SPD und der Linkspartei auf Bundesebene gezeigt. „In meinem Heimatland Thüringen ist dieses Bündnis sehr erfolgreich“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, der Passauer Neuen Presse. Entscheidend sei eine beherzte, klare und große Antwort auf die Klimakrise. „Dafür stehen wir, und dafür stehen wir auch bereit.“

Zuvor hatte sich schon die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer zu einer möglichen Koalition mit Linkspartei und Grünen geäußert. „Sollte es eine Mehrheit links von der Union geben, müssen wir das Gemeinsame suchen und das Trennende analysieren. Unser Anspruch muß sein, ein Bündnis anzuführen“, sagte sie.

Kritik an Video mit Baerbock

Unterdessen sorgt ein Video von Grünen-Chefin Annalena Baerbock in den sozialen Netzwerken für Spott. Der Youtuber Klemens Kilic hatte bei einer Wahlveranstaltung in Leipzig Bearbock um einen kurzen Wahlaufruf gebeten. Die Grünen-Chefin posierte daraufhin mit ihm vor der Kamera und sagte: „Am 1. September grün wählen für das Klima.“ Kilic antwortete: „Und Blau wählen für Deutschland und Sachsen.“ Bearbock versucht noch, die Aufnahme zu verhindern, indem sie die Hand vor die Kamera hält, dann endet das kurze Video.

Der Geschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, kritisierter Kilic auf Twitter wegen des Videos. Baerbock sei getäuscht worden. „Mit solchen Mitteln entlarvt sich die AfD nur selbst.“ Auf Youtube warfen die Grünen Kilic vor, zu unfairen Mitteln gegriffen zu haben. SPD-Vize Ralf Stegner schrieb auf Twitter zu dem Vorgang: „Ziemlich bescheuerte Aktion der Rechtsradikalen“.

In einem weiteren Video schildert Kilic den gesamten Ablauf und die Reaktion Baerbocks nochmals ausführlich. Die Grünen hätten wegen des Videos die Polizei gerufen und eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte ihrer Bundesvorsitzenden beklagt.

(krk)

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt Foto: picture alliance/Peter Endig/dpa

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