Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt Foto: picture alliance/Peter Endig/dpa
Kritik an Tübinger Oberbrügermeister

Göring-Eckardt distanziert sich von Palmer

BERLIN. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat sich von ihrem Parteikollegen, dem Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, distanziert. Sie habe „null“ Verständnis für dessen Äußerungen, sagte Göring-Eckardt Spiegel Online. Sie kenne auch niemanden, der das habe.

„Wir werden ihm rassistische Kommentare nicht durchgehen lassen. Wenn das die Werte von Boris Palmer sind, dann passen sie nicht zu meinen Werten und auch nicht zu den grünen Werten. Wir werden ihm aber nicht die Ehre erweisen, uns ständig mit ihm zu beschäftigen.“ Auf die Frage, ob Palmer weiterhin im Namen der Grünen Ressentiments bedienen dürfe, antwortete Göring-Eckardt: „Nein. Boris Palmer spricht nicht für die Grünen.“

Roth legt Palmer Parteiaustritt nahe

Zuvor hatte bereits Claudia Roth Palmer zum Parteiaustritt aufgefordert. „Ich glaube, er hat sich Lichtjahre von den Grünen und vielen ihrer Grundüberzeugungen entfernt“, kritisierte die Bundestagvizepräsidentin. „Niemand wird ihn davon abhalten, sich einen Ort zu suchen, an dem er sich politisch wohler fühlt – auch jenseits der Grünen.“

Anlaß war Palmers Kritik an einer Werbeanzeige der Deutschen Bahn, die suggerierte, die deutsche Gesellschaft bestehe zu mehr als 75 Prozent aus Einwanderern. (krk)

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt Foto: picture alliance/Peter Endig/dpa

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