Militante Braunkohle-Gegner

Weitere Angriffe: Polizei stuft Hambacher Forst als „gefährlichen Ort“ ein

AACHEN. Die Aachener Polizei hat den Hambacher Forst als „gefährlichen Ort“ eingestuft und kann dort Personen ohne Anlaß kontrollieren. „Die polizeilichen Maßnahmen dienen der Gefahrenabwehr und der Verhinderung von weiteren auch heute wieder begangenen schweren Straftaten“, teilte die Pressestelle am Freitag mit.

Im Hambacher Forst protestieren militante Braunkohle-Gegner gegen das Energieunternehmen RWE, das dort Rodungen für den weiteren Kohleabbau plant. In der Vergangenheit waren Polizisten und RWE-Mitarbeiter wiederholt angegriffen worden. Das hatte zu einer Durchsuchung des Prostest-Camps und der Beschlagnahmung von Waffen geführt.

RWE-Mitarbeiter mit Molotowcocktails angegriffen

Wie die Polizei berichtete, wurden am Freitag Arbeiter auf einer am Hambacher Forst gelegenen Baustelle von Unbekannten angegriffen. Die Täter schossen mit Zwillen und warfen Steine und Molotowcocktails auf Arbeitsfahrzeuge. Ein Brandsatz beschädigte einen Radlader. Die Arbeiter blieben unverletzt. Die Angreifer attackierten auch den eintreffenden RWE-Werkschutz und konnten anschließend unerkannt entkommen.

Während einer Personenkontrolle im weiteren Tagesverlauf griffen 15 vermummte Steinewerfer die Polizei an. Die Täter flohen danach unerkannt in den Wald. Bei dem Angriff wurde laut Polizei niemand verletzt. (ag)

Immer wieder sorgen militante Braunkohle-Gegner für Polizeieinsätze im Hambacher Forst, wie hier bei der Durchsuchung eines Protestcamps Foto: picture alliance/Henning Kaiser/dpa

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