Feine Sahne Fischfilet und der Bundespräsident

Pazderski kritisiert Steinmeiers Werbung für linksextreme Band

BERLIN. Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Georg Pazderski hat Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier (SPD) scharf kritisiert. Dieser hatte auf Facebook für das Konzert der linksextremen Gruppe Feine Sahne Fischfilet am Montag in Chemnitz geworben. Pazderski mahnte ebenfalls via Facebook, daß die Texte der Musikgruppe „inakzeptabel und eindeutig verfassungsfeindlich“ seien.

Anscheinend hätten die politischen Köpfe jedes Gefühl für Verhältnismäßigkeit verloren. Der AfD-Politiker verwies auf Textzeilen von Feine Sahne Fischfilet wie „Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!“ und „Die Bullenhelme, sie sollen fliegen / Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein!“ Er kündigte an, rechtliche Schritte gegen den Bundespräsidenten zu prüfen.

Gruppe will Montag in Chemnitz auftreten

Feine Sahne Fischfilet wollen am Montag mit weiteren Gruppen wie den Toten Hosen in Chemnitz auftreten. Das Konzert findet unter dem Motto „wir sind mehr“ statt. Es richtet sich gegen die Demonstrationen der Bürgerbewegung Pro Chemnitz, die nach der tödlichen Messerattacke auf einen Deutschen, gegen Migrantengewalt und die Asylpolitik der Bundesregierung stattfinden.

Der Bundespräsident ist nicht der erste hochrangige Sozialdemokrat, der für die Rostocker Musiker wirbt. In der Vergangenheit hatte bereits der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas der Gruppe öffentlich seine Anerkennung ausgedrückt. (ag)

Bundespräsident Frank-Walter Steienmeier (SPD) wirbt für den Auftritt der linksextremen Band Feine Sahne Fischfilet Foto: picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa

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