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AfD-Großdemonstration in Berlin: Tausende fordern: Merkel muß weg!

AfD-Großdemonstration in Berlin: Tausende fordern: Merkel muß weg!

AfD-Großdemonstration in Berlin: Tausende fordern: Merkel muß weg!

AfD Berlin
AfD Berlin
Startkundgebung auf dem Washingtonplatz in Berlin Foto: AfD
AfD-Großdemonstration in Berlin
 

Tausende fordern: Merkel muß weg!

Die AfD hat in Berlin ihre Großdemonstration gegen die Bundesregierung begonnen. Tausende AfD-Anhänger versammelten sich bis zum Mittag unweit des Kanzleramtes und forderten immer wieder: „Merkel muß weg!“ Der Platz vor dem Hauptbahnhof war in ein schwarzrotgoldenes Fahnenmeer getaucht.
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BERLIN. Die AfD hat in Berlin ihre Großdemonstration gegen die Bundesregierung begonnen. Bereits bis zum Mittag versammelten sich am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof laut Anmelder Guido Reil um die 5.000 AfD-Anhänger. JF-Reporter schildern die Stimmung als euphorisch. Im Hauptbahnhof bildeten sich an den Ausgängen lange Schlangen. Offenbar waren die Veranstalter selbst vom großen Andrang überrascht.

Tausende AfD-Anhänger vor dem Hauptbahnhof in Berlin Foto: JF

Immer wieder branden „Merkel muß weg!“-Rufe auf. Viele Demonstranten haben Deutschland-Flaggen dabei. Der gesamte Platz unweit des Kanzleramts ist in ein schwarzrotgoldenes Fahnenmeer getaucht. Die Polizei ist mit 2.000 Beamten im Einsatz.

Angriff auf AfD-Anhänger in Leipzig

Linksextremisten, aber auch Politiker von Linkspartei und Grünen hatten im Vorfeld zu Protesten gegen die AfD-Demonstration aufgerufen. Mehrere linkradikale Gruppierungen haben angekündigt, den Protestzug zu blockieren. Ein Bündnis von Berliner Club-Besitzern will zudem mit Musikwägen und Schiffen und dem Motto „AfD wegbassen“ die Demonstration der Partei so beschallen, daß deren Redner nicht mehr zu hören sind.

Proteste gegen die AfD am anderen Ufer der Spree Foto: JF

In Leipzig griffen am Morgen mutmaßliche Linksextremisten einen Reisebus der AfD mit Steinen und Farbeuteln an. Dabei wurde die Frontscheibe so beschädigt, daß der Bus nicht mehr weiterfahren konnte. In dem Bus befand sich auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Siegbert Droese, der mit 50 Parteifreunden auf dem Weg zur Demonstration in Berlin war.

Gegendemonstranten auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs Foto: JF

Gegen 13.30 Uhr endete die erste Kundgebung auf dem Washingtonplatz. Die Teilnehmer sangen gemeinsam das Lied „Die Gendanken sind frei“. Danach setzte sich der Demonstrationszug langsam in Richtung Brandenburger Tor in Bewegung. Dort sollen am Nachmittag dann unter anderem die AfD-Chefs Jörg Meuthen und Alexander Gauland sprechen.

Die AfD-Führung an der Spitze der Demonstration Foto: JF

Unterdessen kam es am Mehringplatz zu ersten Auseinandersetzungen mit linken Gegendemonstranten. Die Polizei mußte nach eigenen Angaben „Zwangsmittel“ einsetzen. Versuche, die Absperrung zu durchbrechen und zur AfD-Demonstration zu gelangen, wurden mit Pfefferspray unterbunden.

Teilnehmer der AfD-Demonstration wurden beim Durchlaufen einer Brücke von Gegnern mit Teer bespritzt Foto: JF

Die Polizei schätzte am späten Mittag die Teilnehmerzahlen der AfD-Demonstration auf Anfrage der JF auf „um die 4.000“. Zu den Gegenprotesten seien „deutlich über 10.000 Meschen“ gekommen. Die Zahl bewege sich „eher in Richtung 20.000“, sagte ein Sprecher.

Gegen 14.30 Uhr erreichte die AfD-Demonstration das Brandenburger Tor. Ein Sprecher der AfD schätzte die Teilnehmerzahl dort zwischen 7.000 und 10.000 Personen ein. Auf dem Weg zum Brandenburger Tor waren AfD-Demonstranten teilweise attackiert worden. Ein Gruppe AfD-Anhänger wurde mit Teer bespritzt, als sie unter einer Brücke durchliefen. Die Polizei mußte immer wieder gegen aggressive Gegendemonstranten vorgehen, die versuchten, Absperrungen zu durchbrechen, um auf die Demonstrationsroute der AfD zu gelangen.

Auch mit Pferden war die Polizei im Einsatz Foto: JF

AfD-Chef Meuthen feierte die Demonstration vor dem Brandenburger Tor als Erfolg. „Wir stehen vor dem Brandenburger Tor im Herzen von Berlin. Unser Demonstrationszug hat es gegen alle Widerstände derer, die nichts anderes im Sinn haben, als unser Recht auf Inanspruchnahme der bürgerlichen Freiheitsrechte mit Füßen zu treten, hierher geschafft.“

Man werde nicht denen weichen, die Deutschland und den Deutschen den Untergang wünschten, betonte Meuthen. Die AfD werde weiter gegen die „Vergewaltigung“ der inneren Ordnung, der Identität und Kultur kämpfen. „Wir werden unser Land nicht preisgeben!“ Deutschland könne nicht noch mehr Einwanderung verkraften, warnte der AfD-Chef. An die Adresse der Bundesregierung sagte er: „Man kann der Welt nicht helfen, indem man das eigene Land zugrunde richtet.“

Während der Abschlußkundgebung der AfD versammelten sich Zehntausende Gegendemonstranten bei dem unweit enfernten Großen Stern um die Siegessäule. Unter dem Motto „Baß statt Haß“ versuchten sie mit großen Musik-Lkws und riesigen Lautsprechertürmen, die Reden der AfD-Politiker zu stören. Ein linker Demonstrant erklomm während der Rede von AfD-Chef Gauland einen Lautsprechermast und provozierte die AfD-Anhänger mit dem ausgestreckten Mittelfinger.

Tumultartige Szenen im Hauptbahnhof bei der Abreise der AfD-Anhänger Foto: JF

Gegen 15.15 Uhr endete die AfD-Demonstration mit dem Singen der Nationalhymne. Unter dem Schutz der Polizei traten die Teilnehmer ihren Heimweg an.

Bei der Abreise der AfD-Anhänger kam es im Berliner Hauptbahnhof zu mehreren Übergriffen durch gewalttätige Linksextremisten. Gegendemonstranten blockierten die Mittelebene des Bahnhofs und machten Jagd auf die Teilnehmer der AfD-Demonstration. Sie schrien in Sprechchören: „Ganz Berlin haßt die AfD!“

Die Polizei war mit zahlreichen Beamten im Einsatz, um die AfD-Anhänger bis zu ihrer Abreise zu schützen. Linksradikale riefen daher Parolen wie: „Deutsche Polizisten schützen die Faschisten!“ (krk/mec)

> Ein ausführlicher Bericht zur AfD-Demonstration in Berlin erscheint am Freitag in der kommenden Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT (Nr 23/18).

Startkundgebung auf dem Washingtonplatz in Berlin Foto: AfD
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