Tag der Deutschen Einheit

Schäuble warnt vor Stigmatisierung von Einwanderern

BERLIN. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat in seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit davor gewarnt, Einwanderer zum Feindbild zu machen. Die Herkunft von Menschen dürfe „nicht dazu mißbraucht werden, jemanden herabzusetzen. Da müssen wir entschieden einschreiten“, betonte er am Mittwoch in der Berliner Staatsoper, meldet die Nachrichtenagentur dpa.

Der Christdemokrat sprach sich für mehr Mut und Vertrauen in der Gesellschaft aus. „Selbstvertrauen, Gelassenheit und Zuversicht“, sollten den „Dreiklang eines zeitgemäßen Patriotismus“ bilden.

Schäuble betont historische Verantwortung der Deutschen

Zugleich forderte Schäuble zu Respekt, Toleranz und Meinungsfreiheit auf. Der Wille des Volkes in der Demokratie entstehe durch Debatten und Pluralismus. Daher habe niemand das Recht zu behaupten, er allein vertrete das Volk.

Der Bundestagspräsident mahnte die Deutschen zur Wahrung der demokratischen Werte. „Deshalb müssen wir sensibel bleiben gegenüber jedem Versuch, sich aus der historischen Verantwortung zu stehlen oder die freiheitliche Demokratie infrage zu stellen.“ (ag)

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) während seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit Foto: picture alliance/Michael Kappeler/pool/dpa

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