Freiburg
Polizei-Einsatz in Freiburg (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa
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Nach Gruppenvergewaltigung: SPD fürchtet rechte Instrumentalisierung

FREIBURG. Nach der brutalen Gruppenvergewaltigung einer jungen Studentin in Freiburg hat die SPD vor einer politischen Instrumentalisierung der Tat durch rechte Gruppen gewarnt. Die Sozialdemokraten rufen daher für Montag abend zu einer Demonstration in der Universitätsstadt auf.

Anlaß ist ein von der AfD und dem Bündnis „Kandel ist überall“ geplanter Protestzug. Man wolle das Land nicht „messernden und vergewaltigenden Horden“ überlassen, schrieb der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple auf Facebook und rief dazu auf, in die „Zeckenhochburg Freiburg“ zu kommen.

„Wir überlassen die Freiburger Straße nicht den Rechten“

Hiergegen will die Freiburger SPD demonstrieren. „Bei allem Entsetzen über das Verbrechen, der Gruppenvergewaltigung, eines der schlimmsten Verbrechen, wehren wir uns aber auch gegen rechte Gruppierungen, die versuchen, politisches Kapital daraus zu schlagen“, schrieben die Sozialdemokraten auf Facebook. „Wir haben schon in der Vergangenheit gezeigt: Wir überlassen die Freiburger Straße nicht den Rechten“, sagte SPD-Chef Julien Bender.

Ebenfalls zu einer Demonstration ruft das Anti-AfD-Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ auf. Der Versuch, die Gruppenvergewaltigung für die eigene fremdenfeindliche Politik zu vereinnahmen und Geflüchtete allgemein zu kriminalisieren, sei berechnende Strategie, beklagte das Bündnis.

„Egal ob Chemnitz, Köthen oder Freiburg. Wir überlassen den Rechten am Montag nicht die Straße.“ Die Initiative geriet in der Vergangenheit ins Visier des Verfassungsschutzes Baden-Württemberg, da ihr auch gewaltbereite Linksextremisten wie die Interventionistische Linke angehören. Dennoch unterstützen zahlreiche prominente Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei „Aufstehen gegen Rassismus.“ (krk)

Polizei-Einsatz in Freiburg (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa

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