Proteste am Tagebau Hambach

Polizei räumt Gleise und Autobahn von Braunkohle-Gegnern

DÜREN. Militante Braunkohle-Gegner haben den Tagebau Hambach und die dazugehörige Bahnanlage am Wochenende mit rund 2.000 Personen blockiert. Polizisten transportierten 150 Personen ab, die sich an die Gleise ketten wollten, meldet das Polizeipräsidium Aachen.

In einigen Fällen gelang es den Gleisbesetzern, sich festzuketten. Sicherheitskräfte lösten sie von den Gleisen und nahmen sie in Gewahrsam. Einige Journalisten hatten die Polizei bei der Räumung der Schienen gestört und die Situation zusätzlich angeheizt.

Protestler erheben Vorwürfe gegen die Polizei

Die Blockade richtet sich gegen den Braunkohleabbau des Energieunternehmens RWE. Der Konzern stellte eine Bahn bereit, mit der die festgenommenen Gleisbesetzer in das Polizeigewahrsam gebracht wurden. Das wiederum rief Proteste hervor, Parallelen zu Deportationen im Dritten Reich wurden zogen. Die Polizei Aachen kritisierte dies als geschmacklos.

Das Bündnis „Ende Gelände“, das zu den Protesten aufgerufen hatte, warf der Polizei vor, die Verhafteten nicht mit Wasser zu versorgen.

Bereits am Samstag hatten die Braunkohle-Gegner für eine Sperrung der nahen A4 gesorgt. Sie hatten Polizeiketten durchbrochen und waren über die Fahrbahn zum Tagebau gelaufen. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein, um die Autobahn zu räumen.

(ag)

Polizisten räumten die Gleise von rund 150 Braunkohle-Gegnern am Tagebau Hambach Foto: picture alliance/Caroline Seidel/dpa

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