Aktion der Identitären Bewegung in Stralsund
Kerzen, Rosen und Fotos vor Merkels Wahlkreisbüro Foto: Identitäre Bewegung Mecklenburg Vorpommern

Stralsund
 

Grabkerzen und Fotos von getöteten Frauen vor Merkels Wahlkreisbüro aufgestellt

STRALSUND. Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag vor dem Wahlkreisbüro von Angela Merkel (CDU) in Stralsund Rosen, Grabkerzen und Fotos von getöteten Frauen aufgestellt. Laut Polizei gebe es bislang keine Anhaltspunkte für eine Straftat. Sie zählte 14 Grabkerzen, rote Rosen und vier Bilder von jungen Frauen, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Die Identitäre Bewegung hat sich zu der Aktion bekannt.

Auf den Bildern standen die Namen Maria, Keira, Mia und Mireille. Sie seien die „Namen der Opfer ungebremster Masseneinwanderung“, teilte die IB Mecklenburg-Vorpommern mit. Auf dem Gehweg vor dem Büro sei zudem vermutlich mit gelber Kreide die Frage „Gehört der Islam zu Deutschland?“ aufgemalt worden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Die Namen nehmen offensichtlich Bezug auf vier junge Frauen, die Opfer einer schweren Gewalttat geworden sind. Maria L. war im Oktober 2016 von dem Afghanen Hussein K. nachts überfallen, vergewaltigt und getötet worden. Der Mann wurde am Donnerstag zu lebenslanger Haft nach Erwachsenenrecht verurteilt.

Drei junge Frauen starben mutmaßlich durch Ausländer

Die 15 Jahre alte Mia V. aus Kandel war am 27. Dezember 2017 nach mehreren Messerstichen gestorben. Im Verdacht steht ein Afghane, der sich zunächst als Minderjähriger ausgegeben hatte. Mireille B. war am 12. März in ihrer Wohnung mit einem Messer erstochen worden. Wegen des Verdachts auf Totschlag sitzt ihr 18 Jahre alter afghanischer Freund in Untersuchungshaft.

Keira G. war kurz zuvor von einem Mitschüler erstochen worden. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den 15 Jahre alten Edgar H. Frühere Gerüchte, wonach es sich um einen Ausländer handeln soll, stellten sich als falsch heraus.

Immer wieder Vorfälle vor Wahlkreisbüro

Die Polizei prüfe derzeit, ob tatsächlich mit Kreide geschrieben worden sei. Handele es sich um Sprühfarbe, wäre es eine Sachbeschädigung. Auch hätte es für die Grabkerzen wegen des offenen Feuers einer ordnungsbehördlichen Genehmigung bedurft.

Vor dem Wahlkreisbüro der Kanzlerin kommt es immer wieder zu Vorfällen. Seit 2015 legten Unbekannte bereits zweimal Schweineköpfe ab. Die Polizei konnte diese bislang nicht aufklären. (ls)

Kerzen, Rosen und Fotos vor Merkels Wahlkreisbüro Foto: Identitäre Bewegung Mecklenburg Vorpommern
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