Rappender Polizist: „Ich arbeite für die Polizei, aber trotzdem kann ich auch Dein Homie sein!“ Foto: Polizei Berlin/KBNA e.V./Youtube
„Isch arbeite bei der Polizei“

Berliner Polizei rappt für Toleranz und Multikulti

BERLIN. Die Berliner Polizei wirbt mit einem Rap-Video für Toleranz und Respekt. Das Lied ist Teil des Projekts „Kiezbezogener Netzwerkaufbau“ (KBNA) im Polizeiabschnitt 36 in Berlin-Gesundbrunnen. Der Ortsteil hat eine hohen Ausländer- und Migrantenanteil. Bereits vor zwei Jahren hatten 61,6 Prozent der dortigen Bevölkerung ausländische Wurzeln.

Nur im gemeinsamen Austausch ließen sich „Ängste und Vorurteile abbauen“, auch gegenüber der Polizei, begründen die Beamten die Initiative, die ein „gemeinsames Zeichen gegen Haß und Ausgrenzung“ sei. Nur wenn es gelinge, „Distanz und Vorurteile, aber auch Ängste abzubauen, können gegenseitiges Verständnis und Respekt wachsen“.

Gleich zu Beginn des Lieds heißt es: „Wir sind alle gleich, hier ist keiner fremd. Kein Haß, hier wird nur Liebe weiterverschenkt.“ Ein Mitglied des Vereins verspricht: „Wir sorgen dafür, daß Fremdenhaß ausstirbt.“ Es folgt ein Polizist in Uniform der rappend zu verstehen gibt: „Ich arbeite für die Polizei, aber trotzdem kann ich auch Dein Homie sein!“ Dann bittet er: „Reich mir Deine Hand, ich erwidere sie. Keine Feinde, wir sind lieber ein Team!“

Im Video halten sich dann Polizisten, Politiker – darunter die Berliner SPD-Angeordnete Eva Högl – und Kinder und Jugendliche aus Einwandererfamilien an den Händen und umarmen sich. Gemeinsam singen und versprechen sie sich: „KBNA – Wir sind für einander da. Wir setzen ein Zeichen gegen Haß. Wir setzen ein Zeichen gegen Haß!“

Es ist nicht das erste Mal, daß Berliner Polizisten für ein Rap-Video zum Mikrofon greifen. Bereits 2013 texteten Beamte des Polizeiabschnitts 36 das Lied „Wild Wedding“.

(krk)

Rappender Polizist: „Ich arbeite für die Polizei, aber trotzdem kann ich auch Dein Homie sein!“ Foto: Polizei Berlin/KBNA e.V./Youtube

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