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Höcke dementiert Äußerung zu Hitler

ERFURT. Der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hat angebliche Äußerungen zum Nationalsozialismus dementiert. „Das habe ich so nicht gesagt. Das ist nicht meine Meinung, sagte Höcke der JUNGEN FREIHEIT. Hintergrund ist ein Artikel des Wall Street Journal. Höcke soll dem Autor des Artikels, Anton Troianovski, gesagt haben: „Das große Problem ist, daß man Hitler als das absolut Böse darstellt. Wir wissen aber natürlich, daß es in der Geschichte kein Schwarz und kein Weiß gibt.“ Das bestätigte Troianovski auf Nachfrage der JF.

Die Äußerungen sollen im Anschluß an Höckes Rede im Brauhaus Watzke in Dresden während eines Interviews am 17. Januar gefallen sein. Davon gebe es eine Tonbandaufnahme, sagte Troianovski.

Streit um Rede in Dresden

Der Bundesvorstand hatte gegen Höcke wegen dessen Dresdner Rede am 13. Februar ein Parteiausschlußverfahren eingeleitet. Der AfD-Politiker hatte in seiner Rede auf einer Veranstaltung der „Jungen Alternative“ kritisiert, der Gemütszustand der Deutschen sei noch immer der eines total besiegten Volkes.

„Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Die Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker 1985 zum 40jährigen Ende des Zweiten Weltkrieges bezeichnete er als „Rede gegen das eigene Volk“. Diese „dämliche Bewältigungspolitik“ lähme die Entwicklung Deutschlands. Daher brauche es eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“, sagte Höcke. (tb/vo)

Thüringens AfD-Chef Björn Höcke Foto: picture alliance/dpa

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