Bundespolizei in Hannover
Bundespolizei in Hannover: Hatte Angriff einen terror-Hintergrund? Foto: dpa

Hannover
 

Messerattacke auf Polizisten soll IS-Hintergrund haben

HANNOVER. Der brutale Messerangriff auf einen Bundespolizisten durch eine 15 Jahre alte Marokkanerin soll einen islamistischen Tathintergrund haben. Die Polizei gehe davon aus, daß die Täterin sich bis vor kurzem im türkisch-syrischen Grenzgebiet aufgehalten habe und dort radikalisiert worden sei, berichtet der Focus unter Berufung auf Ermittlungskreise. Ihre Familie habe sie dann zurück nach Deutschland geholt.

Oberstaatsanwalt Thomas Klinge äußerte sich zurückhaltend: „Ich bin da sehr viel vorsichtiger.“ Die aus Marokko stammende Jugendliche mit deutscher Staatsangehörigkeit hatte dem 34 Jahre alten Polizisten am vergangenen Freitag unvermittelt ein Messer in den Hals gestochen und diesen dadurch schwer verletzt. Die Jugendliche konnte von einem Kollegen des Opfers überwältigt werden und sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes und der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ ermittelt.

Unterdessen nahm die Polizei in Berlin einen mutmaßlichen Rekrutierer des Islamischen Staates fest. Der 33 Jahre alte Arzt steht im Verdacht, einen geistig eingeschränkten und leicht beeinflußbaren Mann für die Terrorgruppe angeworben zu haben. Im Mai 2015 sprengte sich der 24jährige im Irak in die Luft und tötete dabei zwölf irakische Soldaten. Bei den Durchsuchungen in Berlin und Baden-Württemberg stellten die Beamten unter anderem eine optische Zieleinrichtung für eine Schußwaffe sicher, berichtet die BZ. (ho)

Bundespolizei in Hannover: Hatte Angriff einen terror-Hintergrund? Foto: dpa
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