Bildungspolitik

Bund erleichtert Asylberechtigten Zugang zu BaföG-Leistungen

BERLIN. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat angekündigt, anerkannten Asylbewerbern den Zugang zu BaföG-Leistungen zu erleichtern. Da der Bund ab dem 1. Januar die BaföG-Kosten für alle Studenten vollständig übernehme, hätten die Länder mehr Geld für die Flüchtlinge zur Verfügung. Auch der Zugang zu der staatlichen Ausbildungsbeihilfe soll beschleunigt werden. Ausländer, die studierfähig und studienberechtigt sind, sollen nach 15 Monaten, anerkannte Asylbewerber künftig sofort BaföG in Anspruch nehmen dürfen.

„Ab dem 1. Januar dieses Jahres übernimmt der Bund die BaföG-Kosten für alle Studierenden zu 100 Prozent. Und dadurch werden beträchtliche Summen in den Ländern frei. Diese Gelder können zum Beispiel eingesetzt werden für den Ausbau von Hochschulen oder den Einsatz von mehr Personal“, sagte die CDU-Politikerin im rbb-Inforadio.

Bund will App zum Deutschlernen entwickeln

Wanka kündigte zudem die Entwicklung einer App an, die Asylbewerbern bei der Orientierung in Deutschland sowie dem Deutschlernen helfen soll. Außerdem werden kostenlose Schnellkurse für Deutsch angeboten und dazu 2.400 zusätzliche Plätze an den Studienkollegs geschaffen. Studienkollegs sind meist staatlich getragene Bildungseinrichtungen, die ausländische Studenten auf ein Hochschulstudium in Deutschland vorbereiten.

Zu den Kosten der Maßnahme konnte die Ministerin keine konkreten Angaben machen. Da sich die Flüchtlingszahlen täglich änderten, könnten genauere Zahlen über den Finanzbedarf schon bald wieder obsolet sein. (fl)

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) möchte Asylbewerbern den Zugang zu BaföG-Leistungen erleichtern Foto: picture alliance/dpa

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