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Studie
 

Antisemitismus in Deutschland fest verankert

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Antisemitismus in der „Mitte der Gesellschaft“? Passant am Holocaustmahnmal in Berlin Foto: rg

BERLIN. Antisemitische Ansichten sind in Deutschland angeblich weit verbreitet. Dies geht aus einem Bericht einer unabhängigen Kommission hervor, der am Montag in Berlin erstmals vorgestellt wird. Vor allem im Internet seien Antisemiten stark vertreten und nutzten das Medium verstärkt als Plattform.

Abseits von Rechtsextremisten und Islamisten sei der Antisemitismus verstärkt auch in der „Mitte der Gesellschaft“ anzutreffen, behaupten die Verfasser der Studie. Auch im Sport, insbesondere beim Fußball, seien rassistische und antisemitische Parolen alltäglich, heißt es weiter.

Im europaweiten Vergleich nehme Deutschland einen Mittelplatz ein. Unter anderem in Polen, Portugal oder Ungarn sei Antisemitismus stärker vertreten als in Deutschland. Die Expertenkommission zum Thema Antisemitismus wurde 2009 nach einem Bundestagsbeschluß ins Leben gerufen, um antisemitische Ansichten verstärkt bekämpfen zu können. Ihr wurde aufgetragen, regelmäßig Berichte vorzulegen. (CvM)

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