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Kriminalität
 

Hohe Ausländerquote in Berliner Gefängnissen

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In Berlins Gefängnissen ist der Ausländeranteil überdurchschnittlich hoch Foto: Peter Reinäcker/Pixelio

BERLIN. In den Gefängnissen der deutschen Hauptstadt beträgt der Ausländeranteil rund 36 Prozent. Das geht aus einer Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten René Stadtkewitz im Berliner Abgeordnetenhaus hervor. In der Wohnbevölkerung Berlins liegt der Ausländeranteil bei etwa 13 Prozent.

Insgesamt sind in Berlin 4.494 Personen inhaftiert. Von ihnen haben 1.448 eine fremde Staatsangehörigkeit. 168 sind staatenlos, oder ihr Status ist nicht ermittelbar. Unter den ausländischen Gefängnisinsassen dominieren die Türken (362) vor Polen (229), Libanesen (127), Vietnamesen (92) und Serben (85).

Zahl der Inhaftierten mit Migrationshintergrund ungeklärt

Stadtkewitz, Gründer der Partei „Die Freiheit“, hatte sich auch nach der Herkunftssprache erkundigt, der Senat hat diese Frage jedoch nicht beantwortet. Der Anteil der „Inhaftierten mit Migrationshintergrund“ liegt daher im Dunkeln. Zudem erkundigte er sich nach der Religionszugehörigkeit der Gefängnisinsassen. Nach Angaben des Senats liegt der Anteil von Moslems bei gut 18 Prozent. Am höchsten ist er in der Jugendarrestanstalt Berlin (43 Prozent). Die Angabe der Religionszugehörigkeit ist jedoch freiwillig, ein höherer Anteil von Moslems daher möglich.

Für die Insassen muslimischen Glaubens bestehen spezielle Angebote wie Freitagsgebete oder Gesprächsrunden, zumeist organisiert von der türkischen Botschaft. Ihnen wird die Einhaltung des Ramadan (Mahlzeiten nur vor und nach Sonnenuntergang) ermöglicht sowie schweinefleischfreie Kost serviert.(rg)

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