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Integration
 

Unionspolitiker plädieren für Intelligenztests bei Einwanderern

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Intelligenzquotient: „Kanada verlangt von Zuwanderern einen höheren IQ als bei Einheimischen“ Foto: Pixelio/Maren Beßler

BERLIN. Der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU, Peter Trapp, hat eine Enttabuisierung von Intelligenztests bei Einwanderern gefordert. „Wir müssen bei der Zuwanderung Kriterien festlegen, die unserem Staat wirklich nützen“, sagte der Politiker der Bild-Zeitung.

Maßstab hierbei müsse „außer einer guten Berufsausbildung und fachlichen Qualifikation auch die Intelligenz sein“, stellte Trapp fest. Auch der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber schloß sich dieser Forderung an und plädierte für eine einheitliche europäische Linie.

„Wir brauchen eine einheitliche Regelung in Europa. Kanada ist da viel weiter und verlangt von Zuwandererkindern einen höheren Intelligenzquotienten als bei einheimischen Kindern“, meinte der Parlamentarier gegenüber der Bild.

Forderung schürt Vorurteile

Nach Ansicht Ferbers dürften Gründe wie der Familiennachzug auf Dauer nicht das einzige Kriterium für Einwanderung sein. Widerspruch kam indes von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU).

„Die Forderung nach einem Intelligenztest für Einwanderer ist abwegig und nicht von besonderer Intelligenz geprägt“, entgegnete Böhmer laut einem Bericht des Hamburger Abendblatts.

Wer dies fordert, schüre massiv Vorurteile, so Böhmer. Zudem nannte des die Staatsministerin „eindeutig diskriminierend“, wenn Zuwanderern pauschal Dummheit unterstellt werde. 

Forderung erinnert an Sarrazin-Thesen

Statt zu spalten, sollte besser gemeinsam für ein gutes Miteinander geworben werden. „Eine Willkommenskultur, die unserem Land gut tut, sieht anders aus“, kritisierte Böhmer.

Erst Anfang Juni hatte Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin mit seiner Einschätzung für Aufsehen gesorgt, Deutschland werde im Zuge der Einwanderung „auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“. (vo)

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