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Sozialdemokratie
 

Peter Brandt rät SPD zu positivem Verhältnis zur eigenen Nation

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Peter Brandt (SPD) Foto: JF

BERLIN. Der Historiker und Sozialdemokrat Peter Brandt hat seiner Partei zu einem positiveren Verhältnis zur eigenen Nation geraten. Gerade im Hinblick auf den gefährdeten Status der SPD als Volkspartei wäre ein „realistisches und positives Verhältnis zu Volk und Nation“, das nicht zwangsläufig unkritisch sein müsse, vielfach hilfreich, sagte der Sohn des früheren Bundeskanzlers und SPD-Chefs Willy Brandt der JUNGEN FREIHEIT; auch wenn dadurch noch lange nicht alle Probleme der Sozialdemokratie gelöst würden.

Als „Unsinn“ bezeichnete es Brandt, zu behaupten, „Linke und Nation seien per se unvereinbar“. Der nationale Zusammenhang sei nach wie vor ein wichtiges Element unseres Daseins – sowohl für den einzelnen als auch für das politische Kollektiv.

So habe Deutschland beispielsweise auch zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung mit Restelementen zweier deutscher Gesellschaften zu tun, mahnte der Historiker. Dieses Problem des Zusammenwachsens sei seiner Ansicht nach nicht in den Griff zu bekommen, „wenn man nicht auch die im engeren Sinn nationale Dimension mitdenkt“, sagte Brandt. Dies gelte auch für das zweite große Integrationsproblem: die Zuwanderung. (krk)

Das komplette Interview mit Peter Brandt ist in der JUNGEN FREIHEIT 40/10 erschienen.

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