Fall Mannichl: Polizeigewerkschaft weist Spekulationen zurück

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Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt Foto: DPolG

LEIPZIG. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat Spekulationen über den Messerangriff auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl kritisiert. Der Vorsitzende der Organisation, Rainer Wendt, wies gegenüber der Leipziger Volkszeitung Vermutungen zurück, nach denen es sich nicht um einen Racheakt der aus der rechtsextremen Szene gehandelt habe.

Er und seine Kollegen hätten zu hundert Prozent Vertrauen in die Schilderung Mannichls. Der Polizeichef, der am 13. Dezember vor seinem Haus von einem Unbekannten niedergestochen worden war, hatte den Täter als vermutlichen Rechtsextremisten beschrieben.

„Rechten Szene hat keinen Grund, die Sektkorken knallen zu lassen”

Mittlerweile sind jedoch zahlreiche Ungereimtheiten an der Schilderung des Tathergangs zutage getreten, die Zweifel an einem rechtsextremistischen Racheakt aufkommen lassen.

Wendt warnte die rechtsextreme Szene jedoch, sich nicht zu früh zu freuen. „Es gibt keinerlei Grund bei der rechten Szene, die Sektkorken knallen zu lassen. Ein Ermittlungsansatz von mehreren Monaten bei einem Kapitalverbrechen ist überhaupt nichts Ungewöhnliches“. Eines sei jedenfalls sicher, so Wendt: „Am Schluß kriegen wir sie alle.“

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