Lafontaine fordert Aufnahme des Kommunistischen Manifest ins Parteiprogramm

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Oskar Lafontaine (Die Linke). Foto: Deutscher Bundestag.

BERLIN. Der Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, hat angekündigt, Passagen aus dem Kommunistischen Manifest ins Parteiprogramm aufzunehmen.

In einem Interview mit der Welt sagte Lafontaine, manche Sätze aus dem Kommunistischen Manifest seien nach wie vor hochaktuell. Aufnehmen will er beispielsweise die Passage, nach der die Bourgeoisie „an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt“ habe. Außerdem forderte Lafontaine, daß Post, Telekom sowie Stromkonzerne verstaatlicht werden sollten.

SED-Vergangeheit sind „olle Kamellen“

Der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende bestritt zudem, daß die Linkspartei den Ballast der SED mit sich trage. Das seien „olle Kamellen“, die „im Westen kaum einen interessieren“. Die alleinige Zuweisung der DDR-Vergangenheit an die Linke sei die verlogene Propaganda von CDU und FDP, sagte Lafontaine.

Das Manifest der Kommunistischen Partei wurde im Frühjahr 1848 von Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlicht und gilt als geistiges Fundament des Kommunismus.

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