WASHINGTON/TEHERAN. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit einem militärischen Eingreifen gedroht, zugleich aber Gesprächsbereitschaft Teherans in Aussicht gestellt. An Bord der „Air Force One“ erklärte Trump am Sonntag, seine Regierung führe Gespräche über ein mögliches Treffen. „Der Iran will verhandeln“, sagte er.
Gleichzeitig stellte Trump klar, daß ein militärisches Vorgehen nicht ausgeschlossen sei. Angesichts steigender Opferzahlen bei den anhaltenden Protesten prüfe das US-Militär „sehr starke Optionen“. Eine Entscheidung könne auch kurzfristig fallen.
Auf iranische Drohungen mit Vergeltung reagierte Trump scharf: Sollten diese umgesetzt werden, würden die USA den Iran „auf eine Weise treffen, wie er noch nie getroffen wurde“. Nach Angaben aus dem Weißen Haus werden neben militärischen auch Cyberangriffe erwogen, teils in Abstimmung mit Israel. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte unterdessen, US-Streitkräfte und Israel könnten im Falle eines Angriffs zu legitimen Zielen werden.
Trump, Musk und Reza Pahlavi
Trump kündigte zudem Gespräche mit Tech-Unternehmer Elon Musk über eine mögliche Wiederherstellung des Internets im Iran an. Der Satellitendienst Starlink könne dabei helfen, die vom Regime weitgehend abgeschaltete Kommunikation wiederherzustellen.
Der im Exil lebende Reza Pahlavi rief erneut zu landesweiten Protesten gegen die Islamische Republik auf (die JF berichtete). Nach Angaben der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency wurden seit Beginn der Unruhen mindestens 544 Menschen getötet, mehr als 10.600 festgenommen. Unabhängig lassen sich diese Zahlen nicht überprüfen. (rr)






