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Ukraine-Krieg: Rakete treibt Eskalation voran – Moldau fürchtet Druck aus Rußland

Ukraine-Krieg: Rakete treibt Eskalation voran – Moldau fürchtet Druck aus Rußland

Ukraine-Krieg: Rakete treibt Eskalation voran – Moldau fürchtet Druck aus Rußland

Würde ihr Land gerne unter Rumänischen Schutz wissen: Moldaus Präsidentin Maia Sandu. Foto: picture alliance / Anadolu | Costas Baltas
Würde ihr Land gerne unter Rumänischen Schutz wissen: Moldaus Präsidentin Maia Sandu. Foto: picture alliance / Anadolu | Costas Baltas
Würde ihr Land gerne unter Rumänischen Schutz wissen: Moldaus Präsidentin Maia Sandu. Foto: picture alliance / Anadolu | Costas Baltas
Ukraine-Krieg
 

Rakete treibt Eskalation voran – Moldau fürchtet Druck aus Rußland

Nach dem Einsatz einer neuen Hyperschallrakete nahe der Nato-Grenze beschuldigen die Vereinigten Staaten Moskau einer gefährlichen Eskalation. Zugleich wächst in Moldau aus Angst vor Rußland die Debatte über eine Annäherung an Rumänien.
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NEW YORK/CHISINAU. Die Vereinigten Staaten haben Rußland eine „gefährliche und unerklärliche Eskalation“ im Krieg mit der Ukraine vorgeworfen, nachdem Moskau in der vergangenen Woche eine atomwaffenfähige Hyperschallrakete des Typs Oreschnik nahe der Grenze zu Polen abgefeuert hatte. Die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, erklärte vor dem Gremium, der Angriff sei besonders alarmierend, da er sich gegen zivile Infrastruktur richte und das Risiko einer Ausweitung des Krieges berge.

Die Vereinigten Staaten bedauerten die hohe Zahl der Opfer und verurteilten die zunehmenden russischen Angriffe auf Energieanlagen und andere kritische Infrastruktur.

Bruce erinnerte daran, daß Rußland vor fast einem Jahr selbst einer Resolution des Sicherheitsrates zugestimmt habe, die ein Ende des Konflikts fordere. Nun sei es an Moskau, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen. Russlands Vorgehen berge die Gefahr, den Krieg weiter zu intensivieren. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja wies die Vorwürfe zurück und machte die Ukraine für den diplomatischen Stillstand verantwortlich. Präsident Wolodymyr Selenskyj müsse „zur Vernunft kommen“ und realistischen Bedingungen für Verhandlungen zustimmen, andernfalls werde Rußland seine Ziele weiterhin militärisch verfolgen.

Moldau will aus Angst vor Rußland Teil Rumäniens werden

Dem widersprach der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk. Rußland sei wirtschaftlich geschwächt, die Öleinnahmen gingen zurück. Das Bild der Unbesiegbarkeit sei eine Illusion, sagte er vor dem Sicherheitsrat. Der Raketenangriff, bei dem vier Menschen getötet und 25 verletzt wurden, war der zweite bekannte Einsatz des neuen Oreschnik-Systems. Bereits im November 2024 hatte Rußland eine solche Rakete gegen die Stadt Dnipro eingesetzt. Auch mehrere europäische Regierungen bezeichneten den jüngsten Angriff als eskalierend und inakzeptabel.

Vor dem Hintergrund der Eskalation äußerte sich auch die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, besorgt über den wachsenden Druck aus Moskau. Für ein kleines Land wie Moldau werde es zunehmend schwieriger, seine Souveränität zu bewahren und russischem Einfluß zu widerstehen. Aus Angst vor Rußland sprach sich Sandu grundsätzlich für eine Vereinigung mit Rumänien aus, räumte jedoch ein, daß derzeit nur eine Minderheit der Bevölkerung diesen Schritt unterstütze.

Realistischer sei vorerst ein Beitritt zur Europäischen Union, den ihre Regierung bis 2030 anstrebt. Moldau sieht sich seit Jahren russischem Druck ausgesetzt, insbesondere durch das prorussische Separatistengebiet Transnistrien. Der Krieg in der benachbarten Ukraine habe die Sicherheitslage weiter verschärft. (rr)

Würde ihr Land gerne unter Rumänischen Schutz wissen: Moldaus Präsidentin Maia Sandu. Foto: picture alliance / Anadolu | Costas Baltas
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