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Milliarden für die Renovierung: Nichteuropäer zahlen für den Louvre künftig mehr

Milliarden für die Renovierung: Nichteuropäer zahlen für den Louvre künftig mehr

Milliarden für die Renovierung: Nichteuropäer zahlen für den Louvre künftig mehr

Vor der Glas-Pyramide am Louvre steht eine Schlange an Besuchern
Vor der Glas-Pyramide am Louvre steht eine Schlange an Besuchern
Besucher stehen vor dem Louvre Schlange. Foto: picture alliance / NurPhoto | Samuel Boivin
Milliarden für die Renovierung
 

Nichteuropäer zahlen für den Louvre künftig mehr

Frankreich bittet Touristen von außerhalb Europas kräftig zur Kasse: Im Louvre und weiteren Top-Sehenswürdigkeiten gilt künftig ein Zweiklassensystem. Während Europäer verschont bleiben, sollen vor allem Besucher aus den USA und Asien die milliardenteure Renovierung finanzieren.
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PARIS. Nichteuropäer müssen für einen Besuch im Louvre-Museum bald deutlich mehr bezahlen. Für sie steigt der Eintrittspreis auf 32 Euro und damit um 45 Prozent. Besucher aus dem Europäischen Wirtschaftsraum, wozu auch Bürger von Nicht-EU-Ländern wie Norwegen, Island und Liechtenstein zählen, sind von der Preiserhöhung hingegen nicht betroffen, wie französische Medien berichten. Sie zahlen nach wie vor 22 Euro – zehn Euro weniger.

Die Einnahmen sollen vor allem in eine geplante Renovierung des Louvre investiert werden. Die Kosten werden dabei auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt. Schätzungen zufolge soll die Ticketerhöhung bis zu 30 Millionen Euro einbringen.

Auch weitere fünf Museen sind von der Maßnahme betroffen. So soll der Eintrittspreis im Schloß Chambord, dem größten Schloß der Loiretal-Region, für Nichteuropäer von zehn auf 31 Euro steigen. Im Schloß Versailles müssen sie drei Euro mehr bezahlen. Auch in den Pariser Sehenswürdigkeiten Conciergerie, Sainte-Chapelle und Opéra Garnier wird es künftig ein Zweiklassensystem geben.

Mehr als ein Zehntel kommen aus den USA

Im vergangenen Jahr besuchten etwa neun Millionen Personen den Louvre, die Mehrheit kam dabei von außerhalb Europas. Mehr als ein Zehntel der Besucher kamen aus den USA, etwa sechs Prozent aus China.

Zeitgleich zur Preiserhöhung soll allerdings auch die Museumserfahrung verbessert werden. Um Besucherstaus und Menschensammlungen zu vermeiden, ist etwa geplant, die Mona Lisa an einen neuen Platz zu bringen. Der Louvre wird auch andere Bereiche des Museums renovieren und neue Einrichtungen wie Toiletten und Restaurants hinzufügen. Erst zu Beginn des Monats hatte das Museum angekündigt, einen Bereich, der Griechische Vasen zeigt, aufgrund baulicher Mängel schließen zu müssen. (lb)

Besucher stehen vor dem Louvre Schlange. Foto: picture alliance / NurPhoto | Samuel Boivin
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