WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump hat gedroht, den Iran zu vernichten, wenn dieser nicht die Straße von Hormus öffne. „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals zurückkehren können“, warnte der 79jährige auf seiner Plattform Truth Social. „Ich will nicht, dass es so kommt, aber es wird möglicherweise dazu kommen.“ Gleichzeitig meldeten mehrere Medien US-Angriffe auf die strategisch wichtige Insel Charg, auf der ein Großteil der iranischen Ölexporte abgewickelt wird.

Gegen 2:00 Uhr in der Nacht auf Mittwoch deutscher Zeit soll Trumps mehrfach verschobenes Ultimatum an den Iran auslaufen. Teheran wird aufgefordert, die teils blockierte Straße von Hormus zu öffnen. Es könne etwas „revolutionär-Wunderbares geschehen. Wer weiß? Wir werden es heute Nacht erfahren, in einem der wichtigsten Momente der langen und komplexen Weltgeschichte“, schrieb Trump auf Truth Social. Der Iran verlangt mittlerweile eine Passiergebühr in Höhe von zwei Millionen Dollar, um den wichtigen Seeweg zu durchqueren.
Der US-Präsident spricht inzwischen offen von einem Regimewechsel, durch den „andere, klügere und weniger radikalisierte Köpfe“ die Oberhand gewännen. „47 Jahre der Erpressung, Korruption und des Todes werden endlich enden. Gott schütze das großartige Volk des Iran!“
Israel führt Angriffe auf Irans Infrastruktur fort
Neben den US-Angriffen auf die Öl-Insel Charg verkündete auch Israels Premierminister Benjamin Netanjahu auf X, dass das israelische Militär heute Hisbollah-Ziele im Libanon und „von den Revolutionsgarden genutzte Bahngleise und Brücken“ im Iran angegriffen habe. Diese würden von der paramilitärischen Einheit genutzt, um „Waffen und Kämpfer zu transportieren“, die die Vereinigten Staaten, Israel und angrenzende Golfländer angriffen, erklärte Netanjahu in einer Videobotschaft.
ממשיכים לכתוש את משטר הטרור באיראן >> pic.twitter.com/CmVK60tfw7
— Benjamin Netanyahu – בנימין נתניהו (@netanyahu) April 7, 2026
Jerusalem warnte die iranische Zivilbevölkerung, keine Züge zu nutzen und sich von Bahngleisen fernzuhalten. Ziel der Angriffe war unter anderem offenbar eine Strecke nahe der Stadt Kaschan, die als kulturelles Zentrum ein beliebtes Touristenziel ist. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt.
Teheran reagiert auf Trumps Drohung mit menschlichem Schutzschild
Auch Trump hatte mit der vollständigen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke im Iran innerhalb von Stunden gedroht. Teheran reagierte daraufhin mit einer Botschaft an die Bevölkerung. Irans Sekretär des Obersten Rates für Jugend und Heranwachsende, Alireza Rahimi, rief im Staatsfernsehen dazu auf, sich um Kraftwerke zu scharen, um diese zu schützen: „Versammelt euch, um der Welt zu sagen: Angriffe auf öffentliche Infrastruktur sind Kriegsverbrechen.“
Demnach sollten sich „alle jungen Menschen, Sportler, Künstler, Studenten und Universitätsstudenten sowie ihre Professoren“ der Aktion anschließen. (rsz)





