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Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán: Sein Land halte die Migrantensträme aus dem Osten in Schach, erhalte von der EU aber keine Unterstützung beim Grenzschutz
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán: Sein Land halte die Migrantensträme aus dem Osten in Schach, erhalte von der EU aber keine Unterstützung beim Grenzschutz Foto: picture alliance / Zoltan Mathe / Associated Press

Korridore durch Ungarn
 

Orbán bietet EU an, Migranten nach Westeuropa zu lassen

BUDAPEST. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán (Fidesz) hat der EU angeboten, für Migranten Korridore durch sein Land zu öffnen, um nach Westeuropa zu gelangen. „Wenn sie euch guttun, nehmt sie“, sagte er im staatlichen ungarischen Radio.

Nach Angaben des Regierungschefs wollen derzeit rund 90.000 Ausländer den Grenzzaun nach Ungarn überwinden. Sein Land verhindere dies momentan noch und schütze damit Deutschland und Österreich, die andernfalls mit einer hohen Zahl an Zuwanderern rechnen müßten.

Orbán: EU finanziert Klima- statt Grenzschutz

Zudem kritisierte Orbán die Weigerung der EU, ostmitteleuropäische Staaten wie Ungarn oder Polen zu unterstützen, die derzeit ihre Befestigungsanlagen ausbauten, um den Migrantenströmen standzuhalten. Die Länder, die für die EU die Grenzen verteidigten, bekämen keine Unterstützung. Gleichzeitig sei Brüssel aber bereit Unsummen für den Klimaschutz aufzuwenden, kritisierte er.

Unterdessen hält der Migrationsdruck aus Weißrußland an. Allein die Bundespolizeidirektion Berlin hat in den ersten drei Novembertagen 199 illegale Einreisen über die deutsch-polnische Grenze in Brandenburg registriert. Der Großteil der Migranten, die von Weißrußland aus über Polen nach Deutschland kamen, stammte aus Syrien, dem Jemen und Iran. (zit)

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán: Sein Land halte die Migrantensträme aus dem Osten in Schach, erhalte von der EU aber keine Unterstützung beim Grenzschutz Foto: picture alliance / Zoltan Mathe / Associated Press
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