Ungarns Außenminister Péter Szijjártó (Fidesz), Grenze zwischen Polen und Weißrußland
Ungarns Außenminister Péter Szijjártó (Fidesz), Grenze zwischen Polen und Weißrußland Fotos: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH / dpa/Sputnik | Viktor Tolochko / JF-Kollage

Debatte über Bau von Grenzzäunen
 

Ungarns Außenminister: EU-Bürokraten leben auf anderem Planeten

TALLINN. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó (Fidesz) hat die Haltung der EU beim Bau von Grenzzäunen kritisiert. Wenn er höre, wie Brüsseler Politiker sich gegen Befestigungsanlagen an den Außengrenzen stellten, frage er sich, „ob diese Menschen auf einem anderen Planeten lebten“, sagte er bei einem Treffen mehrerer Länder in Estland am Mittwoch.

Ungarn stehe hinter den baltischen Staaten und Polen, die gegen illegale Migration kämpften. Die Einwanderer verstießen gegen Gesetze und verletzten europäische Werte. Dennoch sei die EU willens, sie aufzunehmen. „Wenn wir uns nicht selbst verteidigen, verteidigt uns niemand“, mahnte Szijjártó.

EU will Grenzzäune nicht finanzieren

Immer mehr Migranten versuchen, illegal von Weißrußland nach Polen, Litauen und Lettland zu gelangen. Die Länder hatten darauf mit verstärkten Grenzkontrollen und dem Bau einer Hunderte Kilometer weit reichenden Befestigung reagiert.

Litauens Präsident Gitanas Nauseda sowie weitere Mitgliedsstaaten, darunter Österreich und Dänemark, hatten die EU überdies aufgefordert, sich zumindest teilweise am Bau solcher Zäune zu beteiligen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lehnte dies jedoch ab. (zit)

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