Mehrere Videoaufnahmen zeigen die neue Migrantenkarawane
Mehrere Videoaufnahmen zeigen die neue Migrantenkarawane Fotos: Twitter @Liveuamap / @nexta_tv / JF-Kollage

Weißrußland
 

Nächste Migrantenkarawane rollt auf polnische Grenze zu

STARZYNA. Eine neue Migrantenkarawane hat sich auf weißrussischem Gebiet zur polnischen Grenze aufgemacht. Videos auf Twitter zeigen eine längere Kolonne mit Menschen aus dem Nahen Osten in einem Waldstück.

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„Die Migranten haben das Grenzlager verlassen und sind nun auf dem Weg zum polnischen Grenzübergang in Kuznica“, schrieb der weißrussische Journalist Tadeusz Giczan, der der Opposition nahesteht, auf Twitter. „Sie werden von weißrussischen Sicherheitskräften begleitet.“

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Mittlerweile haben die ersten von ihnen die Grenze erreicht, wie der polnische Grenzschutz am Montag bestätigte.

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Laut dem polnischen Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak werden die Migranten, vor allem Kinder und Frauen, gewrungen, sich dem Grenzzaun zu nähern, damit weißrussische Medien gezielt entsprechende Fotos schießen können.

Schon am Sonntag hatte das weißrussische Oppositionsmedium Nexta Videos von Migrantengruppen veröffentlich, die sich zur Grenze aufmachen. Sie hätten keine Angst vor der Kälte oder den Bedingungen in den dortigen Lagern, sondern wollten um jeden Preis in die EU und nach Deutschland, schrieb Nexta.

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Auf einem weiteren Video ist zu sehen, wie sich Migranten in der Hauptstadt Minsk sammeln. Angeblich sollen sie mit Bussen zur polnischen Grenze gebracht werden.

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Bereits mehr als 9.300 Einwanderer seit Jahresbeginn

In der vergangenen Woche hatte sich die Situation im Grenzgebiet zwischen Weißrußland und Polen massiv zu gespitzt, nachdem sich eine größere Karawane von Migranten geleitet von weißrussichen Sicherheitskräften zur polnischen Grenze aufgemacht hatte und dort teilweise gewaltsam versuchte, die Grenzanlagen einzureißen und zu überwinden.

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Weißrußlands Machthaber Alexander Lukaschenko läßt seit Monaten massenhaft Migranten an die Landesgrenzen zu Litauen, Lettland und Polen bringen, um die Europäische Union damit aus Rache für Sanktionen unter Druck zu setzen. Dazu ermöglicht Weißrußland Staatsangehörigen bestimmter Länder wie Syrien oder dem Irak die vereinfachte oder visafreie Einreise nach Minsk und bringt sie an die EU-Außengrenzen.

Vor allem an der Grenze zu Polen stauen sich die Migranten aus dem Nahen Osten. Obwohl Polen die Grenze teilweise geschlossen hat und mit viel Personal sichert, gelingt zahlreichen Migranten die unerlaubte Einreise nach Deutschland. Bis zum 11. November kamen seit Jahresbeginn bereits 9.329 illegale Einwanderer aus Weißrußland über die deutsch-polnische Grenze. Ein Abweisen oder gar das Zurückschicken müssen sie bislang nicht fürchten. (krk)

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