Frauen- und Familienpolitik

Österreich: Ministerium kürzt Fördergelder für Feminismus-Initiativen

WIEN. Das österreichische Familienministerium hat die Fördergelder für feministische Initiativen und das Magazin an.schläge gestrichen. Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) begründete den Schritt mit der Setzung eines neuen Schwerpunktes, schreibt der Standard. Man wolle sich in Zukunft mehr auf das Thema „Gewalt gegen Frauen“ konzentrieren.

Dagegen wandte sich der Österreichische Frauenring in einem offenen Brief. Die Vorsitzende Klaudia Frieben kritisierte darin die Kürzungen im Bereich der Frauen-Förderung und von feministischen Projekten. Aufgrund der von ihm geleisteten Arbeit fordert der Frauenring, „die beantragten Gelder unverzüglich auszuzahlen und die Einrichtungen finanziell und rechtlich abzusichern“. Das Magazin „Anschläge“ erhielt zuletzt 25.000 Euro Förderung.

Bereits 2000 gab es Kürzungen

„Anschläge“ erscheint seit 35 Jahren. Es berichtet monatlich über politische, gesellschaftliche und kulturelle Themen aus feministischer Sicht. Schon 2000 waren Fördergelder des Magazins von der damaligen schwarz-blauen Koalition gekürzt worden. (ag)

Die österreichische Familienministerin, Juliane Bogner-Strauß, kürzt Feminismus-Initiativen die Fördergelder Foto: picture alliance/APA/picturedesk.com

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