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Hausdurchsuchung in Sunbury-on-Thames: Hier wohnten die Tatverdächtigen in einer Pflegefamilie Foto: AP Photo

Terror in Europa
 

Verdächtige des London-Attentats sind Flüchtlinge

LONDON. Die beiden Verdächtigen des Londoner U-Bahn-Anschlags stammen britischen Medienberichten zufolge aus Syrien und dem Irak. Die Nachrichtenagentur PA berief sich dabei auf einen Lokalpolitiker in der Grafschaft Surrey.

Scotland Yard wollte die Berichte nicht bestätigen. Die Polizei dürfe keine persönlichen Informationen preisgeben, solange noch keine Anklage gegen die beiden Männer erhoben sei, sagte eine Sprecherin von Scotland Yard auf Anfrage der dpa.

Täter sollen bei Pflegefamilie gewohnt haben

Im Londoner Stadtteil Hounslow war am Samstag ein 21 Jahre alter Mann in Gewahrsam genommen worden. Bei ihm soll es sich um einen Syrer handeln. Zuvor hatten Sicherheitskräfte im Hafen von Dover einen 18 Jahre alten Mann festgenommen, der versuchte nach Frankreich zu gelangen. Er soll aus dem Irak stammen und seit drei Jahren in Großbritannien gelebt haben.

Beide Männer wohnten nach Angaben von Sky News zeitweise als Pflegekinder bei einem älteren Ehepaar in Sunbury-on-Thames, südwestlich von London. Das Ehepaar engagierte sich für minderjährige Flüchtlinge und war dafür von Queen Elizabeth II. persönlich ausgezeichnet worden. Ihr Haus und andere Objekte wurden durchsucht.

Bei dem Anschlag in einer Londoner U-Bahn waren am Freitag 30 Personen durch eine selbstgebaute Bombe verletzt worden. Der Islamische Staat hatte den Anschlag nahe der Haltestelle Parsons Green für sich reklamiert. Inwieweit die mutmaßlichen Täter mit dem IS in Kontakt standen, ist derzeit unklar. (ha)

Hausdurchsuchung in Sunbury-on-Thames: Hier wohnten die Tatverdächtigen in einer Pflegefamilie Foto: AP Photo
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