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Bitcoin: China setzt Digitalwährung zu Foto: dpa

Digitalwährung
 

Bitcoin erholt sich nach Achterbahnfahrt

PEKING. Nach dem rasanten Kurssturz wegen der angekündigten Schließung einer großen Handelsbörse in China hat sich der Bitcoin wieder erholt. Am Montag nachmittag überschritt die sie wieder die 4.100-Dollar-Marke.

Am Freitag hatte die Bitcoin-Börse ViaBTC angekündigt, zum Monatsende zu schließen. Zuvor hatte bereits Konkurrent BTC China dichtgemacht. Der Bitcoin war daraufhin auf unter 3.000 Dollar gesunken. Grund für die Schließungen war vor allem die härtere Gangart der chinesischen Regierung gegen Digitalwährungen.

Anfang des Monats hatten die Behörden Börsengänge von Cyberwährungen verboten. Analysten zufolge habe sich am Markt jedoch die Meinung durchgesetzt, daß die Maßnahmen der chinesischen Regierung nicht ausreichten, um Bitcoin weltweit nachhaltig zu schaden.

Unabhängigkeit staatlicher Kontrollen

Verglichen mit konventionellen Währungen unterliegen Digitalwährungen wie Bitcoin, Etherium, Monero oder Ripple stärkeren Kursschwankungen. Zu Jahresbeginn stand der Bitcoin bei 1.000 Dollar, bevor er sich verfünffachte.

Cyberwährungen werden im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen nicht von einer staatlichen Zentralbank ausgegeben. Ihr Kurs wird allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Befürworter solcher Währungen schätzen sie wegen ihrer Unabhängigkeit von staatlichen Kontrollen. Gegner monieren die Nutzung durch Kriminelle, da die Beträge schnell und anonym weltweit transferiert werden können. (ls)

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