Ferkel auf einem Bauernhof:
Ferkel auf einem Bauernhof: Streit um Schweine-Abbildungen Foto: dpa
Politische Korrektheit

Streit um Schweine in britischen Kinderbüchern

LONDON. In Großbritannien ist eine Debatte über die politische Korrektheit in Kinderbüchern entbrannt. Hintergrund war die Anordnung des Verlags „Oxford University Press“, wegen religiöser Befindlichkeiten von Moslems und Juden künftig auf Abbildungen von Schweinen in Kinderbüchern zu verzichten. Nach einer Protestwelle ruderte der Verlag zurück.

Es solle zwar „kein generelles Verbot“ von Schweinen in Kinderbüchern geben, dennoch sollten die Autoren künftig mehr Rücksicht auf „kulturelle Unterschiede und Empfindlichkeiten“ nehmen. Politiker aller britischen Parteien reagierten entsetzt auf die Ankündigung.

„Es muß Schluß sein mit dieser absurden politischen Korrektheit“

„Es muß Schluß sein mit dieser absurden politischen Korrektheit“, sagte der Abgeordnete der Konservativen, Philip Davies. Auch die jüdische Gemeinde distanzierte sich von dem Vorhaben. Das Judentum verbiete zwar das Essen von Schweinefleisch, nicht aber die Darstellung des Tiers, sagte ein Sprecher des Rates der jüdischen Gemeinden. Der islamische Parlamentarier der sozialdemokratischen Labour-Partei, Khalid Mahmood, bezeichnete das Vorhaben als „absoluten Quatsch“.

Großbritannien kämpft seit Jahren mit dem zunehmenden Einfluß von Islamisten auf das Schulwesen. Immer wieder gibt es Berichte, daß Schulkantinen Schweinefleisch von der Speisekarte streichen, um islamische Eltern nicht zu verärgern. Zudem geraten immer wieder Islam-Schulen ins Visier der Behörden, in denen Mädchen diskriminiert und ein radikaler Islam vermittelt werden. (ho)

Ferkel auf einem Bauernhof: Streit um Schweine-Abbildungen Foto: dpa

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