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Bettelnder Zigeuner in Deutschland: Auch in Österreich ein Problem Foto: rg

Österreich
 

FPÖ fordert Durchgreifen gegen Bettelmafia

WIEN. Der FPÖ-Vorsitzende Heinz-Christian Strache hat ein strenges Bettelverbot in Österreich gefordert. Die bisherigen Regelungen seien angesichts einer regelrechten Bettelmafia nicht ausreichend. Gerade Autofahrer seien davon betroffen.

„Wer die aufdringlichen Schnorrer ignoriert, der muß damit rechnen, daß Tritte oder Schläge auf Windschutzscheiben, Motorhaube oder gegen Türen niedergehen“, kritisierte Strache. Es sei ein Skandal, daß die Österreicher sich das bieten lassen müßten.

Besonders in der Hauptstadt Wien gebe es immer mehr Probleme „Das Versagen der rot-grünen Stadtregierung hat uns nun beschert, wovor wir seit Jahren warnen: Eine Flut an Bettlern aus dem Osten, die von ihren Bandenbossen nach Österreich gekarrt werden, um hier einfach zu Geld zu kommen“, empörte sich der FPÖ-Vorsitzende. Es müsse deswegen über entsprechende Gesetzesverschärfungen nachgedacht werden.

Ein einträgliches Geschäft

In Österreich ist bereits seit Wochen eine Bettlerdebatte Gang. Zuletzt hatte die Polizei in Salzburg gegen eine organisierte Gruppe von Rumänen ermittelt, die unter Vortäuschung von „körperlichen Mißbildungen“ bis zu 2.000 Euro pro Person und Monat erbettelt hatten. Mittlerweile haben sich die elf Rumänen nach Italien abgesetzt.

Zudem wurden Fälle bekannt, wonach vier Menschen aus der Slowakei nach Österreich gelockt wurden und dort von einem Menschenhändler zum Betteln gezwungen wurde. Der Schleuser verdiente dabei innerhalb von 14 Monaten 64.000 Euro.

Bettelnder Zigeuner in Deutschland: Auch in Österreich ein Problem Foto: rg
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