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„Goldene Morgenröte“
 

Griechenland: Linksextremisten bekennen sich zu Morden

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Proteste gegen die „Goldene Morgenröte“ in Spanien: Linksextremisten bekennen sich zu Morden Foto: picture alliance/AP Photo

ATHEN. Eine bisher unbekannte linksextremistische Gruppierung hat sich in Griechenland zum Mordanschlag auf drei Anhänger der Partei „Goldene Morgenröte“ bekannt. Die „Kämpfenden revolutionäre Volkskräfte“ kündigten in einem 18seitigen Schreiben weitere Terroranschläge in Griechenland an. Die Tat selbst sei die Vergeltung für die Ermordung eines linksextremen Musikers gewesen. Der mutmaßliche Täter hatte Verbindungen zur „Goldenen Morgenröte“ zugegeben. Die Partei streitet eine Verwicklung in das Verbrechen allerdings ab

Das Attentat auf die drei Mitglieder der rechtsextremen „Goldenen Morgenröte“ hatte sich bereits Anfang November zugetragen. Zwei Personen wurden dabei mit Kopfschüssen aus nächster Nähe hingerichtet. Ein weiterer Anhänger überlebte das Attentat schwer verletzt.

Staat geht gegen Parteichef vor

Unterdessen geht der griechische Staat weiter gegen die „Goldene Morgenröte“ vor. Gegen sechs Parlamentsabgeordnete der Partei wird inzwischen wegen Bildung einer „kriminellen Organisation“ ermittelt. Parteichef Nikos Michaloliakos, sein Stellvertreter und ein weiterer Abgeordneter sitzen seit Wochen in Untersuchungshaft.

Auch die staatliche Parteienfinanzierung wurde eingestellt. Laut neuesten Umfragen kommt die „Goldene Morgenröte“ derzeit auf bis zu neun Prozent der Stimmen. Die Regierung hatte den Mordanschlag auf die Parteimitglieder verurteilt und vor einer Gewalteskalation gewarnt. (ho)

Video: Überfall auf die drei Anhänger der „Goldenen Morgenröte”.

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