Joachim Kuhs
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Norwegen
 

Norwegen: Fortschrittspartei will trotz Massaker Einwanderungspolitik thematisieren

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Siv Jensen: Bei den Parlamentswahlen 2009 trat sie als Spitzenkandidatin der Fortschrittspartei an Foto: Kjetil Ree/wikipedia.de

OSLO. Die Vorsitzende der norwegischen Fortschrittspartei, Siv Jensen, will trotz des Doppelattentats von Oslo und Utya im Kommunalwahlkampf für eine strengere Einwanderungspolitik kämpfen. „Ich werde mich auch künftig politisch schwierigen Debatten nicht verweigern“, sagte die 42jährige Oppositionspolitikerin zum Wahlkampfauftakt.

Es gebe immer noch Frauen aus ethnischen Minderheiten, deren Genitalien verstümmelt, die gegen ihren Willen verheiratet würden oder sich nicht frei in Norwegen bewegen könnten. Das werde sie nicht ignorieren, sagte Jensen.

Fortschrittspartei in Umfragen abgestürzt

Die Chefin der rechtsliberalen Fortschrittspartei wies nochmals jede Mitschuld an dem Massaker vom 22. Juli zurück, bei dem 77 Menschen starben. Es gebe nur eine Person, die für das Geschehen verantwortlich sei, nämlich der Täter Anders Behring Breivik.

Dieser hatte der Fortschrittspartei bis 2006 angehört und die Partei nach der Tat in die Schlagzeilen gebracht. In aktuellen Umfragen stürzte die Fortschrittspartei um 5,5 Prozentpunkte auf 16,2 Prozent ab. Die regierende sozialdemokratische Arbeiterpartei, die durch den Anschlag auf ihr Jugendferienlager die meisten Opfer zu beklagen hat, stieg hingegen auf 40,4 Prozent. (cs)

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