Kaaba_Flickr_Transposition

Integration
 

Moslems in Deutschland fühlen sich nicht deutsch

Kaaba_Flickr_Transposition_01
Islamische Gläubige vor der Kaaba: höhere Bildung begünstigt positive Haltung zum Gastland Foto: Flickr/Transposition

Die überwiegende Mehrheit der in Deutschland lebenden Moslems fühlt sich nicht als Deutsche. Das geht aus einer entsprechenden Studie des Londoner Open Society Institutes hervor. In Hamburg gaben danach 75 Prozent der befragten Moslems an, sich nicht zur deutschen Nation zugehörig zu fühlen. In Berlin erreichte der Wert sogar 78 Prozent. In beiden Städten glauben nur 11 Prozent, daß sie von anderen als Deutsche angesehen werden.

Unterschied zu anderen Ländern

Damit liegen sie, was die kulturelle Identifikation mit dem Gastland betrifft, weit hinter den Moslems in anderen europäischen Staaten zurück. Am stärksten verbunden mit ihrem Land fühlen sich Moslems in Großbritannien. In Leicester gaben 82 Prozent an, sich britisch zu fühlen, in London sind es 72 Prozent. In niederländischen Großstädten liegt der Wert um 55 Prozent, im französischen Marseille bei 58 Prozent.

Bildung erhöht nationales Zugehörigkeitsgefühl

Für die Erhebung befragten Soziologen in elf europäischen Großstädten jeweils 100 Moslems zu deren Einstellung gegenüber ihrem Gastgeberland. Die Wissenschaftler machen deutlich, daß ein höheres Bildungsniveau die positive Haltung zum Staat begünstige. Im gesamteuropäischen Vergleich liegt die Quote der Moslems, die sich ihrem Gastland verbunden fühle, bei solchen mit Universitätsabschluß höher (54 Prozent) als bei denen ohne formale Bildung (31 Prozent). (hel)

Ahriman Verlag
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
Hierfür wurden keine ähnlichen Themen gefunden.
aktuelles