FPÖ und Kärntner BZÖ fusionieren

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FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (rechts) und der Kärntner BZÖ-Chef Uwe Scheuch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz Foto: FPÖ

BERLIN. Die FPÖ und der Kärntner BZÖ-Landesverband haben mit sofortiger Wirkung eine politische Kooperation beschlossen. Ziel dieser Zusammenarbeit sei „die Bündelung der politischen Kräfte rechts der Mitte“ als Kampfansage an die „Versagenspolitik von SPÖ und ÖVP“.

Zudem solle die Kooperation zentralen Werten der Politik wie „Heimat, Sicherheit, kultureller Identität, Familie und vor allem sozialer Gerechtigkeit“ künftig mehr Gewicht verleihen, hieß es in einer Mitteilung der FPÖ. Die Fusion der beiden Parteien beschrieb der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ) laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA wie folgt: „Das wird nach dem CDU-CSU-Modell funktionieren.“

FPÖ will nicht mehr in Kärnten kandidieren

Die Kärntner Landesgruppe des BZÖ will sich fortan „Die Freiheitlichen in Kärnten“ nennen und wie die FPÖ zur Parteifarbe Blau zurückkehren. Die FPÖ kündigte an, in Zukunft nicht mehr in Kärnten zu kandidieren. Eventuell gebe es bei künftigen Wahlen eine gemeinsame Liste.

Das BZÖ war 2005 von Jörg Haider und anderen ehemaligen FPÖ-Mitgliedern gegründet worden. Nach Haiders Tot im vergangenen Jahr gab es allerdings Gerüchte, daß dieser vor seinem Ableben Verhandlungen mit der FPÖ über eine Zusammenarbeit geführt habe. Der Kärntner Landesverband des BZÖ gilt als Herz der Partei. (krk)

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