Der scheidende Fußball-Bundestrainer Jogi Löw mit seiner Nachfolgerin
Der scheidende Fußball-Bundestrainer Jogi Löw mit seiner Nachfolgerin Fotos: picture alliance / Sportfoto Zink / Daniel Marr | Sportfoto Zink / Daniel Marr / SvenSimon | Anke Waelischmiller/SVEN SIMON / Pixabay JF-Montage

Aprilscherz
 

Nach Mazedonien-Pleite: Diese Frau soll Deutschands WM-Quali retten

BERLIN. Nach der 1:2-Niederlage gegen Nordmazedonien steht die DFB-Elf vor tiefgreifenden Veränderungen. Mit einem bloßen Trainerwechsel nach der Europameisterschaft ist es nicht mehr getan. Wie die JF aus DFB-Kreisen erfuhr, soll die deutsche Fußballnationalmannschaft offenbar erstmals eine Bundestrainerin bekommen. Joachim Löw selbst habe sich nach einem Telefonat mit Oliver Bierhoff für eine weibliche Nachfolgerin ausgesprochen.

Der 61jährige hatte Anfang März angekündigt, seine Karriere als Nationaltrainer nach der Europameisterschaft im Sommer zu beenden. Beim DFB-Präsidium stieß der Vorschlag auf großen Zuspruch. Es sei längst überfällig, das Image vom Fußball als reine Männerdomäne aufzubrechen. Eine Frau als Bundestrainerin der Herrennationalmannschaft könne den Sport zudem bei weiblichen Zielgruppen attraktiver machen und jungen Mädchen verdeutlichen, daß sie auch hier alles erreichen könnten.

Desweiteren verspricht man sich beim DFB von einer weiblichen Teamchefin wieder steigende Einschaltquoten, da dann auch mehr Frauen die Spiele der Nationalelf verfolgen könnten.

Nach Informationen der JF sind mehrere Namen im Gespräch für den Posten. Heißeste Anwärterin soll aber die schwedische Olympiasiegerin im Hammerwerfen, Meret Järnarm, sein. Die 46jährige besitzt seit zwei Jahren eine entsprechende Lizenz und trainiert derzeit den schwedischen Drittligisten FC Västervik. Järnarm wird vom DFB nicht nur aufgrund ihrer beeindruckenden Statur von 1,98 Meter das notwendige Durchsetzungsvermögen als Coach einer Männermannschaft zugetraut.

Aus „Die Mannschaft“ wird „Das Team“

Apropos Mannschaft: Auch hier gibt es Überlegungen beim DFB, den Namen von „Die Mannschaft“ in „Das Team“ zu wechseln. Zum einen, um die geschlechterübergreifende Bedeutung des neuen Transformationsprozesses zu unterstreichen. Zum anderen sei nicht ausgeschlossen, daß irgendwann auch Spieler dem Team angehören, die sich nicht per se als männlich definieren oder als männlich gelesen werden können.

Erst zu Beginn der Woche hatte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg beklagt, Frauen seien auch 15 Jahre nach der WM im eigenen Land im Fußball immer noch weit unterrepräsentiert. „Der DFB hat ein Problem damit, Positionen mit Frauen zu besetzen. Wir brauchen Vorbilder, auch auf der Funktionärsebene“, kritisierte Ratzeburg im Deutschlandfunk. „Wir sollten gar nicht mehr unterscheiden zwischen Männer- und Frauenfußball. Unser Sport heißt Fußball.“

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Lob von SPD und Grünen

Lob für den Prozeß beim DFB kam aus der Politik. Von der SPD hieß es, es sei an der Zeit gewesen, daß auch einmal eine Frau Fußball-Deutschland erfolgreich durch internationale Turniere führe. Nicht nur die SPD, die Politik insgesamt habe in den vergangenen Jahren zunehmend von Frauen in Spitzenpositionen profitiert. Nun gelte es, dieses Erfolgsrezept auch im Sport umzusetzen. Als Partei, die sich die umfassende Gleichstellung der Geschlechter auf die Fahne geschrieben habe und bewußt mit einem „intersektionellen Feministen“ als Spitzenkandidat in den Wahlkampf ziehe, könne man diese Entwicklung beim DFB nur begrüßen.

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Auch die Grünen zeigten sich erfreut über das „moderne Umdenken“ beim DFB und lobten, der Verband sei damit endlich im 21. Jahrhundert angekommen. Gleichzeitig bedauerte die Partei, daß der DFB sich nicht schon früher zu einer solchen Entscheidung habe durchringen können und das Team bereits unter der Regie einer Trainerin in die EM zu schicken. Man hoffe, daß sich dies im Sommer nicht schon in der Vorrunde rächen werde.

Grüne: Nationalelf zur Hälfte aus Frauen

Zudem dürfe eine Bundestrainerin auch nur der Anfang sein. Ziel sei ganz klar ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bei den Spielern. Sollte dies nicht auf freiwilliger Basis geschehen, werde man spätestens nach der Bundestagswahl mit einer politisch verordneten Quote nachhelfen.

Daß die Nationalmannschaft derzeit aus elf Spielern bestehe, was dazu führe, daß die Fünfzig-Fünfzig-Regel schlecht anwendbar sei, sei aus Sicht der Grünen ebenfalls kein Problem. Nirgendwo stehe geschrieben, daß man die Zahl der zulässigen Feldspielerinnen und Feldspieler nicht auf zehn verringern oder zwölf erweiterten könne. (JF I/A)

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Liebe Leser, wie einige von Ihnen schon angemerkt haben, handelt es sich bei dieser Meldung um einen Aprilscherz.

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