Wandel

Als 1984 der Computerhersteller Apple ein revolutionäres Computersystem, den Macintosh, vorstellte, startete man eine bis dahin einmalige Werbekampagne, unter anderem mit einer vierzigseitigen Anzeigenkampagne in der Newsweek. In dieser Annonce kamen waschechte Mac-Fans wie zum Beispiel ein milchgesichtiger Bill Gates (Microsoft), Mitch Kapor (Lotus) und Fred Gibbons (Software Publishing) zu Wort, die den neuen Rechner anpriesen! Lotus, deren Tabellenkalkulation 123 als damaliger Standard langsam MS Excel weichen mußte, gehört inzwischen zur IBM, Software Publishing und sein „Professional Write“ gibt es auch nicht mehr. Bill Gates‘ Konzern dagegen hat sie alle überholt. Mitte der Neunziger half er sogar Apple finanziell auf die Beine; vielleicht, damit sein einziger ernsthafter Gegenspieler nicht auch noch verschwindet. Kürzlich wurde zudem der jahrelange Streit zwischen AOL und Microsoft beigelegt, in dessen Zusammenhang der Internetanbieter die Weiterentwicklung vom Netscape Navigator einzustellen beschloß. Der Browser-Krieg ist beendet, zumal Netscape in den letzten Jahren nur noch eine untergeordnete Rolle spielte. Eine weitere Bastion gegen MS ist mit dem (urbritischen) Taschencomputerpionier Psion – Mitentwickler des Handy-Betriebssystems Symbian – gefallen. Künftig will man nur noch Geräte mit Windows CE bauen. Doch auch hierzulande werden Mythen entzaubert: Dem einstigen Wunderkind der EDV-Branche Lars Windhorst, noch vom Altkanzler als Vorbild gelobt, stehen die Gläubiger auf der Matte. Nichts ist beständiger als der Wandel, unterstreicht Euer EROL STERN

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