Helmut Markwort: „Wir brauchen in Deutschland auch ein konservativ-intellektuelles Blatt“ Foto: dpa
JF-Interview

„Focus“-Herausgeber kritisiert mediale Linkslastigkeit

BERLIN. Der Herausgeber des Nachrichtenmagazins Focus, Helmut Markwort, hat eine linke Einseitigkeit in der deutschen Medienlandschaft kritisiert. „Was für eine Schieflage! Die taz ist fast ständig im Presseclub, und sogar der Jakob Augstein vom Freitag, der eine kleinere Auflage hat als die JUNGE FREIHEIT, wird immer wieder ins Fernsehen eingeladen – das ist einseitig“, sagte Markwort der JF.

Vor allem in den Sendungen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten fehlte eine bürgerliche Stimme. Dies liege daran, daß die „Linksspießer sehr ängstlich“ seien. „Ich meine, wir brauchen in Deutschland auch ein konservativ-intellektuelles Blatt“, betonte der Journalist.

Schlecht informiert über die AfD

Diese Ängstlichkeit vieler Zeitungen und Sender sei auch an der Berichterstattung über die AfD zu erkennen. Viele Journalisten schwiegen die AfD am liebsten tot. „Aber die Medien kommen wegen der vielen Wähler einfach nicht drumherum, sich mit ihr auseinanderzusetzen. In der AfD sehe er eine „rechte Partei, die nationale Interessen in den Vordergrund stellt, aber keine rassistische Bewegung“.

Kritik äußerte Markwort auch über die Online-Redaktionen. „Die sind allesamt klicksüchtig“, beklagte der ehemalige Chefredakteur des Focus. Onliner sähen schon nach einer halben Stunde, wie ein Beitrag läuft. „Folge ist eine möglichst dramatische Zuspitzung der Berichterstattung, vor allem der Schlagzeilen – inklusive Sprachverhunzung – nur um noch mehr Klicks zu erzielen.“ (ls)

> Das vollständige Interview lesen Sie in der Jubiläumsausgabe der JUNGEN FREIHEIT.

Helmut Markwort: „Wir brauchen in Deutschland auch ein konservativ-intellektuelles Blatt“ Foto: dpa

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