Joachim Kuhs
Müllermilch
In sozialen Medien verbreitetes Foto: Boykottaufrufe gegen Müllermilch Screenshot: Twitter

Politische Korrektheit
 

Rassismus-Vorwurf gegen Müllermilch

AUGSBURG. Eine aktuelle Müllermilch-Werbekampagne hat dem Konzern Rassismus-Vorwürfe eingebracht. Feministen werfen dem Unternehmen vor, rassistische und sexistische Stereotype zu propagieren. Grund ist eine Weihnachts-Edition, die die Marke mit leichtbekleideten Frauen im Pin-Up-Stil wirbt. Die Variante Schoko, auf der eine dunkelhäutige Frau wirbt, erhitzt die Gemüter.

Von „sexistischen Fläschchen“ und „Rassismus“ ist in Sozialen Medien die Rede, Supermarktketten werden zum Boykott der Marke aufgerufen. „Für dieses Verpackungsdesign gibt es keine Entschuldigung.“ Das Unternehmen selbst kann die Aufregung nicht nachvollziehen.

Müller verteidigt Werbemotiv

Die Motive seien „weitaus weniger freizügig als das, was seit einigen Jahren oftmals in Anzeigen, TV-Spots und quer durch alle Medienformen tagtäglich an nackter Haut zu sehen ist“, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns. „Rassismus in irgendeiner Form ist keinesfalls unsere Intention.“

Schlußendlich hätte man es sowieso niemanden recht machen können. Werbung sei letztlich Geschmackssache. „Den gleichen, falschen Vorwurf müssten wir uns gefallen lassen, hätten wir auf die Figur verzichtet und ausschließlich weiße Motive verwendet.“ Bereits in den Neunziger Jahren mußte sich der Konzern gegen Gerüchte wehren, er unterstütze rechtsradikale Parteien. (FA)

In sozialen Medien verbreitetes Foto: Boykottaufrufe gegen Müllermilch Screenshot: Twitter
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