Türsteher vor einem Club: Kein Zutritt Foto: picture alliance/dpa
Diskoverbot für Asylbewerber

„Die Schwarzen haben ein Frauenproblem“

INGOLSTADT. Weil er Asylbewerbern ein Eintrittsverbot erteilt hat, steht ein Diskobetreiber im bayerischen Ingolstadt in der Kritik. „Es ist skandalös, daß er pauschal eine ganze Bevölkerungsgruppe ausschließt“, empörte sich der Sprecher des bayerischen Flüchtlingsrats, Matthias Weinzierl, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Auch wenn sich einige Asylbewerber in der Vergangenheit daneben benommen hätten, dürfe man nicht aus Reaktion darauf einer ganzen Gruppe den Zugang zur Diskothek verwehren.

Auch die Stadt kritisierte das Eintrittsverbot: „Das ist ein rechtswidriges Verhalten“, sagte Sprecher Gerd Treffer. Die Stadt könne aber erst etwas unternehmen, wenn Anzeigen oder Beschwerden vorlägen.

„Bei den Arabern gibt es ein Aggressionsproblem“

Diskobetreiber Martin Tomiak rechtfertigt die Entscheidung dagegen. Der Ärger habe im vergangenen Dezember begonnen, als neue Asylbewerber in der Erstaufnahmestelle angekommen seien. Diese hätten Frauen belästigt, geklaut und andere Gäste um Getränke angebettelt.

„Die Schwarzen haben ein Frauenproblem, und bei den Arabern gibt es ein Aggressionsproblem“, begründete er gegenüber dem Blatt das Eintrittsverbot. Da sich die Araber untereinander nicht verstünden, schlügen sie sich gleich mit der Flasche ins Gesicht.

Aufdringliche Annäherungsversuche

Die Afrikaner kämen seiner Ansicht nach vor allem, „weil sie wenig Chancen haben, hier zu bleiben und eine Frau suchen und heiraten wollen“. Immer wieder hätten sich junge Frauen über das Verhalten der Asylbewerber beschwert, klagte Tomiak.

Wie der Donaukurier berichtet, kam es in einem Fall sogar zu einem „sexuell motivierten Übergriff auf Discobesucherinnen in der Toilette“. Diskobesucherinnen berichteten der Zeitung von aufdringlichen Annäherungsversuchen und ungewollten Berührungen und erzählten von Anzüglichkeiten bis hin zu Verfolgungen bis vor die Haustür. Verwarnungen hätten aber nichts genutzt, sagte Tomiak. Deswegen habe er sich für ein generelles Verbot entscheiden müssen. (krk)

Türsteher vor einem Club: Kein Zutritt Foto: picture alliance/dpa

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