Williams
Serena-Williams-Karikatur in der Herald Sun im vergangenen September Foto: picture alliance / AP Photo
Nach Rassismusvorwürfen

Australischer Presserat gibt grünes Licht für Williams-Karikatur

SYDNEY. Der australische Presserat hat eine als rassistisch gebrandmarkte Karikatur über die Tennisspielerin Serena Williams für vereinbar mit dem Pressekodex erklärt. Die in der Herald Sun im vergangenen Herbst erschienene Zeichnung zeigt eine aufgebrachte Serena Williams, die vor Wut in die Luft springt. Unter ihr liegen ein zerbrochener Tennisschläger und ein Schnuller. Hintergrund ist Williams’ Wutausbruch während des Finales der US-Open gegen die Japanerin Naomi Osaka.

„Der Rat hat in Betracht gezogen, daß sich der Cartoon der Übertreibung und Absurdität bedient, um seinen Punkt rüberzubringen“, heißt es in einer Stellungnahme des Presserats. Gleichzeitig wies er den Vorwurf zurück, die Zeichnung habe Williams als Affen dargestellt. Die meisten Australier hätten in der Zeichnung keinen rassistischen Bezug gesehen.

Herald Sun stellte sich hinter ihren Zeichner

Die Karikatur hatte in sozialen Netzwerken einen Shitstorm nach sich gezogen. Auch die Tochter von Martin Luther King, Bernice King, und die Harry-Potter-Autorin J. K. Rowling schlossen sich den Rassismusvorwürfen an.

Der Autor, Mark Knight, verteidigte sich dagegen auch persönlich. Ihm sei es darum gegangen, Williams’ „schlechtes Benehmen an dem Tag“ darzustellen. Mit Rassismus habe die Karikatur nichts zu tun. Das Blatt hatte sich damals solidarisch mit seinem Zeichner gezeigt, indem sie die Karikatur ein zweites Mal zusammen mit weiteren Zeichnungen auf der Titelseite abdruckte.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

(tb)

Serena-Williams-Karikatur in der Herald Sun im vergangenen September Foto: picture alliance / AP Photo

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag