Schwangere (Symbolbild) Foto: picture alliance/Bildagentur-online
Schwangerschaftsabbruch

Zahl der Abtreibungen in Deutschland steigt

WIESBADEN. Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland hat erneut zugenommen. Im zweiten Quartal 2017 wurden laut Statistischem Bundesamt 25.600 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Das ist ein Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der Abtreibungen um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 52.200.

In 96 Prozent der Fälle wurde die Tötung des Embyros auf Basis der Fristenregelung vorgenommen. Vier Prozent der Frauen trieben wegen einer kriminologischen (wie zum Beispiel eine Vergewaltigung) oder medizinischen Indikation ab. 72 Prozent waren zum Zeitpunkt des Eingriffs zwischen 18 und 34 Jahre alt, 18 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Knapp acht Prozent waren älter als 40 und drei Prozent unter 18.

Seit 2004 ist die Zahl der Abtreibungen stetig zurückgegangen. Dies korrelierte mit einem Rückgang der Frauen im gebährfähigen Alter. Am 16. September kommen Lebensrechtler aus der ganzen Republik zum „Marsch für das Leben“ nach Berlin. In den vergangenen Jahren hatten dabei jeweils mehrere tausend Menschen gegen Abtreibung und Euthanasie demonstriert. (tb)

Schwangere (Symbolbild) Foto: picture alliance/Bildagentur-online

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