Ropeskipping auf dem yourbody-congress

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) hat fünf Anwärter für den Titel „Sprachpanscher des Jahres 2003“ nominiert. Die Verleihung des Titels für die nach Meinung des in Dortmund ansässigen VDS „sinnloseste Vermischung von englischer und deutscher Sprache“ wird im August stattfinden. Zuletzt qualifiziert hat sich der Bayerische Turnverband. „Wer ‚ropeskipping‘ statt Seilhüpfen anbietet, seine Turngala ‚Gymmotion‘ und die Münchner Sport- und Gesundheitstage einen ‚yourbody-congress‘ nennt, hat einen Schuß vor den Bug verdient“, erklärte der Vereinsvorsitzende Walter Krämer. Weitere Kandidaten sind der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder, für seine Sprachkreation „Home & Away-Shirts“; der Vorsitzende der Regierungskommission zur Reform des Arbeitsmarktes, Peter Hartz („Schickt die Deutschen in job center zum case management inklusive bridging mit key account nach master plan“); die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Charlottenburg/Wilmersdorf, Monika Thiemen, die eine „Inhouse-Schulung für feasibility studies und gender budgeting in der private-public-partnership“ betreibt. Schließlich ist auch die deutsche Kultusministerkonferenz nominiert („bachelor“, „girl’s day“). Der VDS wurde 1997 gegründet und zählt nach eigenen Angaben heute etwa 15.000 Mitglieder in mehr als 30 Ländern. Einmal im Jahr entscheiden seine Mitglieder per Briefwahl über die Verleihung des Titels „Sprachpanscher des Jahres“ für besondere Fehlleistungen im Umgang mit der deutschen Sprache. Im vorigen Jahr ging der Titel an Post-Chef Klaus Zumwinkel.

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