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Selbstbestimmungsgesetz und Corona-Wahnsinn: Kaisers royaler Wochenrückblick

Selbstbestimmungsgesetz und Corona-Wahnsinn: Kaisers royaler Wochenrückblick

Selbstbestimmungsgesetz und Corona-Wahnsinn: Kaisers royaler Wochenrückblick

Vorhang auf für Kaisers Wochenrückblick Foto: picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
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Selbstbestimmungsgesetz und Corona-Wahnsinn
 

Kaisers royaler Wochenrückblick

Es ist vollbracht! Die Bundesregierung hat in dieser Woche ein Gesetz auf den Weg gebracht, das der Biologie und jeglicher Logik den Garaus macht. Am Donnerstag stellten FDP-Justizminister Marco Buschmann und Familienministerin Lisa Paus (Grüne) die Eckpunkte des neuen Selbstbestimmungsgesetzes vor. In Zukunft soll jeder Bundesbürger ab dem 14. Lebensjahr sein Geschlecht auf dem Standesamt selbst festlegen können. Das Ganze geht sogar ohne chirurgische „Geschlechtsanpassung“ und kann einmal im Jahr geändert werden. Willkommen in der Clownwelt!

Im Graphic Novel „Batman: The Killing Joke“ legt die Comic-Autorenlegende Alan Moore der Figur des Jokers folgende Worte in den Mund: „Madness is the emergency exit“ („Wahnsinn ist der Notausgang“). Was aber, wenn die Welt um einen herum bereits so verrückt ist, daß man den dort herrschenden und allgegenwärtigen Wahnsinnigkeitsgrad weder überbieten noch ihm entkommen kann?

Es bleibt einem eigentlich nur noch eine Möglichkeit: Das Beste daraus zu machen – und den Wahnsinn der Anderen so gut es geht auszunutzen. Wenn Sie also als Mann im Beruf nicht so richtig vorankommen, versuchen Sie es doch mal als Frau. Spielen Sie beim nächsten Vorsprechen für eine Beförderung geschickt die Quotenkarte aus.

Für Frauen bietet die gesetzliche Neuregelung jedoch zugegebenermaßen wenig bis gar keine Verbesserungen. Das ist zwar bedauerlich; aber immerhin nicht zuletzt auch ein Ergebnis des modernen Feminismus, deren aktivsten Protagonistinnen sich bereits seit einiger Zeit vom Kampf für die „Cis“-Frauen abgewandt haben, weil sie ihre neuen Schwestern mit männlichen Geschlechtsorganen offenbar doch ein bißchen lieber haben.

Taumeln im Glücksrausch

Es ist doch wirklich so vieles besser geworden, seit wir alle zu Idealisten geworden sind. Was ging es uns schlecht in den vergangenen Jahrzehnten, als dieser zynische Pragmatismus noch den politischen Alltag bestimmt hat. Armut wohin man sah, permanent Krieg, jeder hat gemacht was er wollte. Zumindest innerhalb der Grenzen, die Mutter Natur und die Freiheit seiner Mitmenschen ihm gesetzt haben. Fürchterliche Zeiten waren das. Aber seit der Idealismus politisch und gesellschaftlich den Ton angibt, taumeln wir doch wirklich von einem Glücksrausch in den nächsten.

Nun kehren sogar unsere Beglücker aus Amerika zurück. Ami goes back to Germany! Also ins Land, wo Milch und Honig fließt. Zumindest, wenn Milch und Honig nicht gerade ausverkauft oder rationiert sind. Der amtierende US-Präsident Joe Biden hat in einer seiner jüngsten Wachphase beschlossen, wieder mehr Truppen nach Deutschland zu schicken. Sie sollen uns vor einem etwaigen Angriff der Russen schützen.

Zumindest ein Einmarsch russischer Truppen dürfte wohl ziemlich unwahrscheinlich sein. Zum einen scheinen diese schon mit der Invasion in der Ukraine voll gefordert, wenn nicht gar überfordert zu sein. Zum anderen wäre ein solches Einmarschieren ziemlich unnötig. Putin braucht gar keine Truppen zu schicken, um Deutschland in die Knie zu zwingen. Schließlich schießt sich die Bundesrepublik mit ihrer aktuellen Energiepolitik gerade gekonnt selbst ins Knie.

Endlich mal irrational sein

Was dem einen sein Kampf gegen die globale Erwärmung ist, ist dem anderen sein Kalter Krieg gegen Rußland. Selbst wenn das bedeutet, daß man sich am Ende den zwar unvernünftigen, aber immerhin doch höchst moralischen Hintern abfriert. So scheinen auch und gerade viele Liberale und Konservative geradezu sehnsüchtig auf eine Gelegenheit gewartet zu haben, endlich einmal nach Herzenslust emotional und irrational sein zu können.

Auch an der Corona-Front geht der Wahnsinn munter weiter. Trotz der vernichtenden Bilanz der zuständigen Expertenkommission zu den bisherigen Schutzmaßnahmen, wollen Bundesregierung und die Gesundheitsminister der Länder ihren autoritären Seuchenstiefel gnadenlos weiter durchziehen. Maskenpflicht, Abstandsgebote, 2G- bzw. 3G-Regeln, Absage von Großveranstaltungen und sogar die Zwangsschließung von Schulen und Kitas wollen sich die Mächtigen für den kommenden „Pandemie-Herbst“ wieder offenhalten.

Davon, daß die völlig willkürlichen Freiheitseinschränkungen diesmal auf wesentlich mehr Widerstand stoßen werden als in der Vergangenheit, ist nicht auszugehen. Die Herde will getrieben werden, von einem Wahnsinn in den nächsten. Wie es aussieht bis zum totalen Zusammenbruch. Ihre Antreiber hat sie selbst gewählt.

Vorhang auf für Kaisers Wochenrückblick Foto: picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
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