Superwahljahr
Vorhang auf für Kaisers Wochenrückblick Foto: picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
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Amadeu-Antonio-Stiftung, Journalismus und die Grünen
 

Kaisers royaler Wochenrückblick

Es zeigte sich, im Zuge der neuesten Eskalationen im Nahostkonflikt und unter dem Vorwand der „Israelkritik“, einmal mehr in aller Drastik, der offen zur Schau getragene Judenhaß vieler islamischer Migranten in Deutschland. So unübersehbar – und vor allem so unüberhörbar – daß nicht einmal mehr die ihn ignorieren konnten, die diesem Milieu sonst eigentlich wohler gesonnen sind als dem israelischen Staat und seinen mehrheitlich jüdischen Bürgern. Linksgrüne Medien, Parteien, Organisationen und Kommentatoren in den Sozialen Netzwerken, schafften es in der Regel aber dennoch, daß Thema der importierten Judenfeindlichkeit, sehr „geschickt“ zu umgehen.

Als Palästinenser-Fahnen schwingende und Israelflaggen verbrennende Muslime Synagogen angriffen und „Scheiß-Juden“ und ähnlich widerwertige Sprechchöre skandierten, sprachen einige doch tatsächlich einfach nur von „deutschen Antisemiten“ oder darüber, daß „antisemitische Straftaten auch in Deutschland“ dramatisch zunehmen würden, ohne den Anschein zu erwecken, sich irgendwie merkwürdig oder gar verlogen dabei vorzukommen.

Mit am deutlichsten zeigt sich die linke Verlogenheit beim Thema importierte Judenfeindlichkeit am Beispiel der subventionierten Existenzvernichter von der antirechten Amadeu Antonio Stiftung. Die Organisation, die Kritiker der islamischen Masseneinwanderung gerne als „rechtsextrem“ verleumdet, rief zwar auf Twitter in zahlreichen Tweets zur Demo gegen „jeden Antisemitismus“ auf, betonte jedoch im gleichen Atemzug wieder, wie sie doch gegen „ekelhafte, antimuslimische Hetze“ sei. Nur um dann zum Schlag gegen den Lieblingsgegner, „rechte“ und „rassistische“ Bewegungen, auszuholen.

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Die Öffnungswochen haben begonnen!

Viele Gastronomen, Freibäder und Einzelhändler öffnen dieser Tage wieder ihre Tore. Zumindest für alle, die vollständig geimpft, von Corona genesen oder bereit sind, sich für ein Bier, eine Runde Schwimmen oder ein neues T-Shirt, von einem wildfremden mit einem langen Stäbchen in der Nase herumstochern zu lassen. Wem das zu demütigend ist – oder wer schlicht findet, daß seine persönliche Gesundheit nicht jeden etwas angeht – darf weiterhin nicht am öffentlichen Leben teilnehmen. Denn: Bei der vermeintlichen Rückgabe der Grundrechte geht es in Wahrheit nicht um die Rückkehr zur Freiheit, sondern um die Belohnung der Gehorsamen. Diese Zweiklassengesellschaft sollte von kritischen Journalisten und Meinungsmachern doch eigentlich zumindest hinterfragt werden, oder?

Das passiert allerdings kaum. Was ziemlich erbärmlich ist. Denn, das grundsätzliche Hinterfragen der Regierenden, gehört normalerweise zu den mit Abstand wichtigsten Aufgaben dieses Berufsstands. Statt dieser Aufgabe nachzukommen, sehen viele „Journalisten“ hierzulande ihren ganzen (oft nicht nur beruflichen) Lebenszweck darin, auf die täglichen Zahlen zu warten, die die Regierenden zum einzig wichtigen Kriterium ihrer Entscheidungen gemacht haben. Was okay wäre, wenn sie diese wenigstens kritisch hinterfragen und journalistisch einordnen würden. Aber auch das geschieht leider kaum.

Der sogenannte Inzidenzwert ist zum neuen Grundwert in der Medien-„Demokratie“ geworden. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, verleumden große Teile der Möchtegern-Hofberichterstatter und undifferenzierten Nachplapperer auch noch jeden, der tut, was eigentlich ihr Job wäre: Nachfragen. Schlimmer noch: Macht ein Journalist seine Arbeit, und wagt es dabei, die Maßnahmen zu hinterfragen oder kritisch Corona-Modelle zu überprüfen, wird er von den multimedialen Lockdown-Hooligans mit drei roten Signalen zum Abschuß freigegeben.

Das Maß halten

Die, die das tun, sollte man, so sehe ich es zumindest, konsequent nach dem biblischen Prinzip behandeln: Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden (Matthäus 7,2). So wie sie jeden freiheitsliebenden Menschen in diesem Land, der es überhaupt nicht einsieht seinen gesamtes Lebensalltag, auf Geheiß der Regierung und einiger von ihr ausgewählten Experten einem Virus, egal wie gefährlich, unterzuordnen, für den Tod eines jeden verantwortlich machen, der „an oder mit“ Corona, verstorben ist, sollte man sie selbst nicht aus der moralischen Verantwortung entlassen, wenn es, um die „Kollateralschäden“ geht, die die ausschließliche Konzentration auf diese eine Krankheit, dieses eine Problem von weltweiter Tragweite, verursacht hat.

Die Grünen wollen derweil Boris Palmer aus der Partei werfen. Der letzte Skandal, um seinen Facebook-Kommentar zur Causa Lehmann/Aogo, war offenbar einer zu viel. Zumal man in der Partei wohl (wahrscheinlich nicht ganz zu Unrecht) davon ausgeht, daß die nächste von Palmer gelieferte Provokation schon mindestens so sicher ist wie Annalena Baerbocks nächste Tollpatschigkeit. Wohl dem, der sich da entspannt auf’s Kühemelken zurückziehen kann.

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