Polizeiauto_Pixelio_Arno_Bachert_02

Hausräumung
 

Quittung für jahrelange Politik des Laissez-faire

Ein Hauseigentümer in Berlin hat seinen Mietern gekündigt, aber die wollen partout bleiben. Nachdem sie vor Gericht unterlagen, hätte der Fall eigentlich erledigt sein müssen. Hätte. Denn bei den Bewohnern handelte es sich um Mitglieder der linksextremen Szene.

Die hatten das betreffende Haus vor über zwanzig Jahren widerrechtlich besetzt, ohne für den Rechtsbruch zur Verantwortung gezogen zu werden. Im Gegenteil. Zur Belohnung gab es nach anfänglicher Duldung formell noch Mietverträge für das „alternative Wohnprojekt“: viel Freiraum für wenig (oder gar kein) Geld, dazu Fassadenschmierereien und brennende Autos im ganzen Kiez, ein Stück „bunte Vielfalt“.

Polizisten bezahlen mit ihrer Gesundheit

Jetzt aber hatte schon die Ankündigung, das Haus im Stadtteil Friedrichshain zu räumen, für  Gewaltausbrüche der Bewohner und ihrer Sympathisanten gesorgt, die aus dem ganzen Land herbeiströmen, Sachen beschädigen und Menschen verletzen. Um Recht und Gesetz Geltung zu verschaffen, brauchte es am Mittwoch über zweitausend Polizisten.

Die Verantwortlichen im Senat der Hauptstadt bekamen die Quittung für jahrelanges Laissez-faire. Bezahlen mußten das einmal mehr die Beamten mit ihrer Gesundheit und die Bürger mit ihrem Geld.

JF 6/11

———————–

Heinrich Lummer ging als Berliner Innensenator (CDU) von 1981 bis 1986 gegen Hausbesetzer vor. An einigen Polizeieinsätzen nahm er persönlich teil.

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles