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Ruchlose Attacke

Mit Hubschraubern drang ein US-Kommando aus dem Irak nach Syrien ein. Auf einem Farmgelände erschoß das Kommando drei Männer, eine Frau und vier Kinder. Es habe sich um „ausländische Kämpfer“ gehandelt, erklärten US-Sprecher, „die sich in Syrien auf den Krieg im Irak vorbereiten“. Selbst wenn dies auf einen der Toten zuträfe, dann hätte die Bush-Regierung Damaskus in ruchloser Weise provoziert und die Entspannungsbemühungen in Nahost aufs schwerste torpediert: Dabei ist die Region derzeit näher als je zuvor vor echten Friedensverhandlungen zwischen Syrien und Israel. Syrien hat erstmals die Unabhängigkeit Libanons und dessen Grenzen anerkannt und nach 26 Jahren Eiszeit wieder einen Botschafter nach Bagdad entsandt. US-General Petraeus, im Vorjahr noch alliierter Befehlshaber im Irak, hat Syriens Beitrag zur Stabilisierung des Irak gelobt. Als er Ende 2007 nach Damaskus reisen und den Austausch von Geheimdienstinformationen über den irakischen Widerstand besprechen wollte, wurde ihm das vom Weißen Haus kategorisch verboten. Will Washington einen Frieden ohne Syrien? Die US-Aktion ist so hirnrissig, daß man versucht sein kann, sie für nichts anderes als die letzte Bosheit der Bush-Ära zu halten. Das würde bestätigen, daß die wahren „Schurken“ nicht unbedingt in Damaskus sitzen.

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